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Münchenstein: Geschichtliches | |
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Bis zur Gründung und Erbauung des Schlosses wird die Ortschaft als Sippensiedlung, die vermutlich wenige Häuser zählte, Geckingen genannt. So in einer Urkunde von 1196, in welcher auch die Kirche erwähnt wird (cum ecclesia). Gründer der Burg war Hugo Münch IV., welcher auf dem Felsen (Stein) nach 1270 den Stammsitz errichtete, der in der Folge auch dem Dorf den Namen gab. Das aus bürgerlichen Kreisen hervorgegangene Geschlecht, das in Basel lebte, stieg im Lauf des 12. Jahrhunderts zum Stadtadel auf. Die Münch standen in bischöflichen Diensten und hatten hohe Reichs- und Stadtämter inne. Als weltliche Beamte bekamen sie Besitzungen des Bistums zum Lehen und unterhielten auch enge Beziehungen zum Hause Habsburg. Auf St. Peter in Basel besassen sie einen Hof, verlegten im 13. Jh. ihren Sitz aber auf das Land. Ursprünglich gehörte das Lehen den elsässischen Grafen von Pfirt. Von den zahlreichen Zweigen dieses adeligen Geschlechts waren die Münchensteiner die bedeutendsten. 1371 kam Konrad Münch durch Heirat mit Katharina von Löwenberg auch in den Besitz der Herrschaft von Muttenz samt den Burgen auf dem Wartenberg. Das Aufkommen der bürgerlichen Stadtverwaltung und der nachlassende Einfluss des Bischofs hatten in der ersten Hälfte des 15- Jahrhunderts den Niedergang des Geschlechts zur Folge. I470 mussten die Münch erstmals Dorf und Burg an die Stadt verpfänden. Als 1515 der Verkauf an Basel Tatsache wurde, kehrte der städtische Vogt als Verwalter des Amtes Münchenstein in das Schloss ein. Diese Verwaltung endete nach der Französischen Revolution: Der Vogt musste die Burg 1798 verlassen, und die Gemeinde übernahm die behördliche Aufsicht über den Münchensteiner Bezirk und damit über Dorf und Schloss.
Wappen: Ein schreitender Mönch mit herabhängender Kapuze in Schwarz auf weissem Grund. | ||
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