Schadstoffe: Feinstaub

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Als Feinstaub werden Partikel mit einem Durchmesser von weniger als 10 Millionstelmeter bezeichnet. Feinstaub besteht aus einer Vielzahl unterschiedlicher Bestandteilen wie Russ, mineralischen Bestandteilen, Schwermetallen oder organischen Verbindungen. Auch aus Gasen können während des Transportes wieder feine Partikel entstehen (Sekundärpartikel). Die Luft in der Stadt Basel und in der Agglomeration ist übermässig mit Feinstaub belastet. Die feinen, lungengängigen (und teilweise krebserregenden) Feinstaub-Partikel nehmen in Bezug auf Gesundheitsschäden und Folgekosten unter den Luftschadstoffen einen Spitzenplatz ein.




Trendentwicklung


Messungen der Feinstaub-Belastung haben erst 1997 begonnen. Im langjährigen Vergleich haben zwar die Konzentrationen leicht absinkende Tendenz, die Belastung bleibt aber grossräumig in der Agglomeration Basel zu hoch.


Während kalter Winter mit lang dauernden Inversionen treten über Tage hohe Feinstaub-Belastungen auf. Dann wird auch der Tagesgrenzwert für Feinstaub (50 Mikrogramm pro Kubikmeter) an bis zu 30 Tagen überschritten.


- Trendentwicklung Feinstaub-Jahresmittelwerte [PDF]


- Herkunft und Quellen


- Massnahmen




Übersicht der Feinstaub-Belastung


Die Karte zeigt den Jahresmittelwert der Feinstaub-Belastung. Sie erlaubt damit den Vergleich mit dem Jahresgrenzwert, welcher 20 Mikrogramm pro m3 beträgt. Die Belastung in der Agglomeration Basel liegt im Bereich des Grenzwertes (Farbe: orange). Die Konzentrationen an Feinstaub sind in der Stadt Basel und entlang der Hauptverkehrsachsen in der Agglomeration am grössten. Durch zu hohe Belastungen ist auch das Ergolztal betroffen. Wie ein See füllt der Feinstaub die Täler aus. Erst am Rande der Agglomeration Basel liegen die Werte unterhalb des Grenzwertes von 20 Mikrogramm pro m3 (Farbe dunkelgrün). Man muss auf die Jurahöhen steigen um Luft einzuatmen, deren Feinstaub-Konzentration deutlich unter dem Grenzwert liegt (hellgrün).


Die Karte des Feinstaubes wurde mit der Bevölkerungsverteilung in Relation gebracht. Dabei zeigte sich, dass heute rund 90 Prozent der Einwohner von Basel-Stadt in zu stark mit Feinstaub belasteter Luft leben. Auch im Kanton Baselland sind es noch 54 Prozent der Bevölkerung. Zusammen sind das rund 325'000 Personen. Feinstaub ist also ein Problem von dem alle betroffen sind.




Wie ist die Karte des Feinstaubes entstanden?


Messungen des Feinstaubes ergeben nur punktuelle Daten. Für weitergehende Beurteilungen müssen diese aber für die ganze Fläche der Kantone vorliegen. Dazu wurden in einem ersten Schritt die Emissionen an Feinstaub aus den verschiedenen Quellen in den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft berechnet. Dies geschah aufgrund von Verkehrsberechnungen, der Umlegung von Bevölkerungs- und Betriebsdaten auf die Fläche der Gemeinden, einzelnen Messungen direkt an den Kaminen. Der Import von Feinstaub wurde aus europäischen und schweizerischen Katastern ergänzt. Daraus ergab sich pro Hektar eine Summe der Feinstaub-Emissionen. Durch Überlagerung mit den Windverhältnissen wurde berechnet, wo sich welche jährlichen Feinstaub-Konzentrationen ergeben. Diese Karte der geschätzten Feinstaub-Belastungen wurde schliesslich mit den Messwerten der Luftmess-Stationen überprüft und kalibriert.



 

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