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Weiherschloss Bottmingen (renoviert): Dach und Fassaden | |
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Das Wahrzeichen von Bottmingen, das Weiherschloss, wurde einer aufwendigen Restaurierung unerzogen. Das weit über die Gemeinde- und Kantonsgrenzen hinaus bekannte Kulturgut erscheint nun in neuem Glanz. Um dieses Ziel zu erreichen, bedurfte es etlicher konzeptioneller und unternehmerischer Aufwendungen.
Die Dringlichkeit der Gesamtsanierung des Weiherschlosses hat die kantonale Denkmalpflege bereits 1978 dargelegt. Die Sanierung wurde in drei Abschnitten ausgeführt. Die erste Etappe 1989 umfasste die Instandsetzung der Haustechnik, der Küche und des Innenausbaus im Erdgeschoss. Gemäss der Landratsvorlage 88/56 vom 1. März 1988 wurden die Arbeiten der zweiten und dritten Etappe noch nicht ausgeführt. Aufgrund der Vorlage beinhaltete der zweite Sanierungsabschnitt die Ausbesserung des Dachstuhls und der Fassade. Hinzu kam die Erfüllung der gesetz-lichen Auflagen der Gebäudeversicherung im Bezug auf den Brandschutz sowie die restliche Erneuerung der Haustechnik und Personalräume im zweiten Obergeschoss. Die dritte Etappe schloss die Neugestaltung der Terrasse und der Parkbeleuchtung ein. Wie es sich für ein historisches Denkmal gehört, wurden vor Renovationsbeginn umfassende Vorabklärungen mit dem Hochbauamt und der Denkmalpflege getroffen. Die Abklärungen benötigten den Beizug von Experten für die Beurteilung des Dachstuhls und der Fassade. Ab Januar 1998 konnten die Arbeiten in Angriff genommen werden. Zuerst wurden die Toiletten und Personalräume im 2. Obergeschoss saniert. Ab Mitte Januar 1998 konnten die Arbeiten am Dachstuhl und an der Fassade beginnen. Die Dacharbeiten erwiesen sich als sehr schwierig. Beim Aufdecken der Ziegel wurden neue Probleme ans Tageslicht geführt. Zwischen Expertise und Ausführung waren vier Jahre verstrichen, und in der Tat hat der Umfang der Arbeiten neue Dimensionen angenommen. Der Terminplan musste aufgrund der Mehraufwendungen ständig neu angepasst werden. Die Arbeiten wurden zudem ohne Notdach vorgenommen. Eine gute Koordination zwischen Zimmermann, Dachdecker und Spengler waren unumgänglich, da jeweils nur in kleinen Etappen gearbeitet werden konnte, denn Regeneintritt war während diesen Arbeiten nicht erwünscht. Grosse Diskussionen über die Optik veranlasste der Entscheid der Denkmalpflege, den Verputz der Fassade bis hinab zur Wasserlinie des Weihers zu ziehen. Diese Massnahme konnte aber für die Erhaltung der Bausubstanz positiv gewertet werden: Durch den Einsatz eines Sanierputzes kann die Feuchtigkeit jetzt besser nach aussen treten. Neu erhielt das Gesimse über dem Hauptportal zum erstenmal Farbe. Innerhalb der Schlossmauern erhielt das Treppenhaus eine neue Tapete, einen frischen Anstrich und eine neue Beleuchtung. Im zweiten Obergeschoss wurde der Plattenboden entfernt und durch einen Eichen-Riemen-Boden ersetzt. Die bestehenden Platten im ersten Obergeschoss wurden neu verlegt. Die Terrasse erhielt einen Granitboden und eine neue Beleuchtung. Für das frisch renovierte Schloss hatte man die Parkbeleuchtung einem komplett neuen Konzept unterzogen. Durch den Einsatz von Bodenlampen ist der Schlossgarten jetzt in Abendstunden begehbar. Zur Freude des Pächterehepaars und des Publikums wurden die Dach- und Fassadenarbeiten kurz vor Weihnachten beendet und das Gerüst konnte der Weihnachtsdekoration Platz machen. Danach wurden die Arbeiten an Treppenhaus, Eingangstüren sowie Gartenrestaurant und Parkbeleuchtung fertig gestellt. Der Baukommission, den verantwortlichen Sachbearbeitern des Hochbauamtes, der Denkmalpflege, dem Pächterehepaar sei für die gute Zusammenarbeit bestens gedankt. Vielen Dank auch allen Planern, Unternehmern mit ihren Mitarbeitern, die mitgeholfen haben, die gestellte Aufgabe mit vereinten Kräften zu lösen. Stöcklin + Emmenegger, Architekten, Bottmingen | ||
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