Cannabis rauchen - ein Risiko für Atemwegserkrankung


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Auch wer reines Cannabis raucht, sich also beim Rauchen von Joints nicht den Schadstoffen des Tabaks aussetzt, erhöht langfristig sein Risiko für Atemwegserkrankungen. Im Editorial der Oktoberausgabe 1998 der führenden englischsprachigen Fachzeitschrift zu Fragen der "Abhängigkeit" (Addiction) sind die Erkenntnisse der medizinischen Cannabisforschung hinsichtlich der Auswirkungen des gerauchten Hanfkrautes auf die Atemwege zusammengefasst

 

Wer sich entscheidet, Cannabis zu rauchen, sollte dies in vollem Bewusstsein der möglichen Risiken für Atemwegserkrankungen tun. Auch wer reines Cannabis raucht, seinen Joint also nicht mit Tabak verunreinigt, hat en höheres Risiko, an chronischer Bronchitis und Lungenentzündung zu erkranken. Neue Langzeituntersuchungen aus Australien belegen, dass regelmässiger und starker Cannabiskonsum das Risiko für Atemwegserkrankungen verdoppelt.


Die gute Botschaft der Experten lautet: Wer nur in jungen Jahren und zum gelegentlichen Vergnügen an der puren Hanfpfeife zieht oder gar nicht erst inhaliert, dürfte ohne Folgeschäden für die Atemwege davonkommen.


Was die schlechte Nachricht anbetrifft: Für chronische, also gewohnheitsmässig und regelmässig kiffende CannabisraucherInnen kann die so oft gehörte Entwarnung "Cannabiskonsum ist doch harmlos" keinesfalls gelten. Darüber hinaus ist auch die unterschiedliche Einschätzung der Risiken für das Rauchen von Cannabis und Tabak insbesondere bei Jugendliche eine Augenwischerei.


Quelle: Hall, W.: Editorial: The respiratory risks of cannabis smoking. In: Addiction, October 1998, Vol. 93. No. 10, 1461-1463



Weitere Informationen zum Thema können unter folgenden Internetadressen abgerufen werden:


www.llbb.ch (Lungenliga beider Basel)


www.sfa-ispa.ch



 

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