Aus der Regierungsrats-Sitzung vom 30. November 1999


Allgemeine Auskunft erteilt Alex Achermann, 2. Landschreiber: Tel. 061 / 925 50 02



 

Beiträge im Rahmen der inländischen Entwicklungszusammenarbeit für die Jahre 1999 und 2000 aus den Mitteln des Lotteriefonds

Genehmigung von Gemeindebeschlüssen




Mitteilungen / Medieninformationen (Übersicht)



 

Beiträge im Rahmen der inländischen Entwicklungszusammenarbeit für die Jahre 1999 und 2000 aus den Mitteln des Lotteriefonds

1. Schulverband Suraua GR (Gemeinden Camuns, Surcasti, Tersnaus, St. Martin, Uors-Peiden); Sanierung und Erweiterung der gemeinsamen Schulanlage in Uors


Die Gemeinden Camuns, Surcasti, Tersnaus und Uors-Peiden befinden sich im Lugnez, dem grössten Seitental des Bündner Oberlandes. St. Martin liegt im Valsertal. Bereits heute schon arbeiten die fünf Dörfer zusammen und lösen verschiedene Aufgaben gemeinsam. Sie treten unter dem gemeinsamen Namen Suraua auf. Die Gemeinden bilden zusammen einen Schulverband. Die Primarschüler besuchen die Gesamtschule in Uors-Peiden. Im weiteren sind diese Gemeinden (ausser St. Martin) im Wasserverband Suraua zusammengeschlossen, welcher die Erneuerung der Wasserverbrauchsanlagen, die Fassung weiterer Quellen sowie die Nutzung des Trinkwassers zur Energieerzeugung bezweckt. Auch in kulturellen Bereichen (Chor, Musikgesellschaft, Schiessverein) sind die fünf Gemeinden miteinander eng verbunden.


Im bestehenden Schulhaus in Uors, das 1964 erstellt worden ist, sind die Klassenzimmer mit der Zeit infolge steigender Schülerzahlen zu klein geworden. Es rechtfertigt sich angesichts der Schülerzahlen der nächsten Jahre, die bestehenden Klassenzimmer zu vergrössern. Hinzu kommt der Wunsch, die Turnhalle auch für Vereinsanlässe etc. nutzen zu können, was in der jetzigen Turnhalle nur sehr schwer möglich ist. Zusätzlich findet neu ein Kindergarten Platz im Schulgebäude.


Der Regierungsrat hat beschlossen, das Schulprojekt des Schulverbandes Suraua mit einem Beitrag von Fr. 300'000.--- zu unterstützen.




2. Gemeinde Simplon-Dorf VS / Sanierung des Schulhauses


Simplon-Dorf, ein echtes Walliserdorf, hat als erste Siedlung nach dem Simplonpass doch schon etwas südlichen Charme. Die Geschichte des Dorfes ist alt und geht auf die Anfänge des Passverkehrs zurück, wahrscheinlich auf eine Zeit, bevor die Römer bereits ausgetretene Pfade begingen. Hier müssen seit jeher Viehzüchter, Träger und Säumer gewohnt haben. Die ehemals romanischen Haufendörfer wurden durch die alemannische Besiedlung in Einzelhöfe und Weiler umgestaltet. Das Dorf liegtauf 1'476 m.ü.M. Die Bevölkerungszahl hat sich in den letzten 70 Jahren kaum verändert. Heute leben 380 Personen in der Gemeinde. Die Landwirtschaft spielt in diesem abgelegenen Gebiet noch immer eine wichtige Rolle.


Ausser der Mittelschule in Brig, die zur Zeit von einem Schüler aus Simplon-Dorf besucht wird, können alle anderen Schüler (63) im Dorf zur Schule.


Im vor 35 Jahren gebauten Schulhaus mussten in den letzten Jahren mehrmals altersbedingte Sanierungen vorgenommen werden. Der Kanton Wallis, der jeweils um Subventionen angegangen wurde, wollte dieses stückweise Flicken nicht mehr dulden und verlangte deshalb von der Gemeinde einen Gesamtsanierungsplan.


Der Regierungsrat hat beschlossen, die Sanierung des Schulhauses der Gemeinde Simplon-Dorf mit einem Beitrag von Fr. 300'000.--- zu unterstützen.


Auskünfte: Barbara Umiker, Kommunikationsbeauftragte der Justiz-, Polizei- und Militärdirektion, Tel. 061 925 61 65




Genehmigung von Gemeindebeschlüssen


Der Regierungsrat hat genehmigt:


- die von der Einwohnergemeindeversammlung Brislach beschlossene Mutation zum Zonenplan Siedlung "Hofmatt" (Unteres Neumättli) und den Bau- und Strassenlinienplan "Hofmatt";


- sowie die von der Einwohnergemeindeversammlung Ettingen beschlossenen Änderungen des Zonenreglements Siedlung.


Landeskanzlei


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