Kulturdenkmäler in Anwil


> Denkmalpflege || Inventar Kulturdenkmäler BL || Kulturdenkmäler Anwil

 

 

Brunnen auf dem Dorfplatz in Anwil

 

Der grosse Brunnen liegt im Südostteil des Dorfplatzes und markiert hier an den Abzweigungen zahlreicher Strassen die städtebauliche Situation.
Ein Brunnen auf dem Dorfplatz bestand nach einer Federskizze des Geometers Georg Friedrich Meyer bereits um 1680. Das auf einer Hochebene gelegene Dorf besass ursprünglich hauptsächlich Sodbrunnen. Noch 1871 gab es nur drei laufende Gemeindebrunnen, fünf Privatbrunnen und elf Sodbrunnen. Im Jahre 1843 wurde der hölzerne Dorfplatzbrunnen durch einen neuen aus Stein ersetzt. Bereits zwei Jahre vorher waren die hölzernen Deuchel der Zuleitung Tonröhren gewichen. Im Jahre 1967 wurde der Brunnen instand gestellt und das dahinter liegende Milchhäuslein entfernt, so dass der Brunnen wieder voll zur Geltung kam.

 




Auf dem ansteigenden, von alten Bauernhäusern malerisch umstellten Dorfplatz steht der stattliche Brunnen, umrandet von Kopfsteinpflaster. Der grosse, achtseitige Brunnentrog besteht aus einzelnen Wandplatten. Den vierkantigen Brunnenstock schliesst ein Aufsatz mit einer Eichel ab. Am Stock ist die Jahreszahl 1844 zu lesen. Zwei Röhren spenden das Wasser. Neben dem achtseitigen Trog steht ein kleiner rechteckiger Trog. Der stattliche Dorfplatzbrunnen gleicht jenem von Wenslingen aus dem Jahre 1832. Seine Form und seine, dominierende Stellung auf dem Dorfplatz entspricht der Bedeutung, die man in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts der Gestaltung der Dorfplätze als Zentren des Dorflebens beimass. Der Dorfplatzbrunnen war und ist noch heute der Stolz des Dorfes und ein Zeichen der kulturellen Selbständigkeit der Dorfgemeinschaft