Gesunde Waldböden sind eine Voraussetzung für das Fortbestehen der Wälder. Sie beherbergen eine Vielzahl von Lebewesen, welche den Wurzelraum erschliessen und die Versorgung der Pflanzen mit Nährstoffen und Wasser sicherstellen. Damit dieser wertvolle Lebensraum nicht gefährdet wird, muss der Boden vor schädlichen Einflüssen, wie Stickstoffeintrag oder Verdichtung, geschützt werden.


Beim Befahren mit schweren Erntemaschinen ist besondere Vorsicht geboten. Nur wenn der Boden gefroren oder trocken ist, kann er dem Druck standhalten. Auf zwei Waldstandorten (Riehen und Bubendorf) wird von Mai bis Oktober regelmässig die Bodensaugspannung gemessen. Die Saugspannung gilt als Mass für die Tragfähigkeit und die Verdichtungsempfindlichkeit des Bodens. Die Messungen geben Hinweise auf einen Boden schonenden Einsatz der schweren Fahrzeuge. Die Resultate werden laufend unter www.tensiometer.bl.ch veröffentlicht. Hier finden Sie die erläuternden Berichte zu den Messungen in den Jahren 2009, 2010 und 2011 .


Die Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL hat im Merkblatt "Physikalischer Bodenschutz im Wald" alles Wissenswerte zum Bodenschutz beim Einsatz von Forstmaschinen festgehalten.


Über die Eigenschaften und damit auch die Empfindlichkeit von Waldböden ist sehr wenig bekannt. In einem gemeinsamen Projekt "Waldböden beider Basel" erarbeitet das Amt für Umweltschutz BL zusammen mit dem Amt für Wald beider Basel eine Karte der Bodeneigenschaften. Ausgehend von bestehendem Wissen werden wichtige Waldbodeneigenschaften modelliert und flächendeckend dargestellt. Zur Ergänzung der Datengrundlage wurden im Laufe der letzten fünf Jahre in verschiedenen Regionen ausgewählte Bodenprofile aufgenommen. Eine Auswahl dieser Bodenprofile kann unter www.geo.bl.ch (Parzis, Boden-Beispiele) eingesehen werden.



 

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