Antworten von Adrian Ballmer




 

Adrian Ballmer (*1947), FDP, aus Liestal, ist Jurist und seit 2000 Vorsteher der Finanz- und Kirchendirektion. Davor war er Mitglied der Geschäftsleitung der Elektra Birseck Münchenstein und lange Jahre Landrat.
www.fdp-bl.ch/page/content/view.asp

Spitzenplatz
Der Kanton Basel-Landschaft befindet sich im gesamtschweizerischen Vergleich in der Spitzengruppe - sofern nicht bloss "mechanisch" etwas willkürlich ausgewählte Anforderungen an die gesetzlichen Regelungen geprüft werden - und er soll und wird dort auch bleiben. Müsste übrigens nicht das politisch korrekte Ziel lauten, dass alle Kantone ein gutes Niveau erreichen? In den Bereichen "Gleichstellung von Mann und Frau", "Familienpolitik" und "Kinderbetreuung" stellt der Kanton umfangreiche personelle und finanzielle Mittel zur Verfügung. Es werden eine Vielzahl von Massnahmen und Projekten realisiert. Zurück

Bildungsgesetz
Eine qualitativ hochstehende Bildung ist die wirksamste Massnahme. Im Bildungsgesetz soll mit verschiedenen Neuerungen die Schule besser den Lebensumständen der Kinder und Familien angepasst werden (z.B. Einführung der Blockzeiten, Förderung von Mittagstischen). Diese Mehrleistungen der Gemeinden und des Kantons haben natürlich finanzielle Auswirkungen. Ich unterstütze diese Massnahmen, da sie für die Jugendlichen und Familien einen Mehrwert in vielerlei Hinsicht bringen. Als Finanzminister kann ich mit den Mehrkosten leben, solange sie in vernünftigem Rahmen bleiben. Zurück

Vaterschaft
Zuerst würde ich ihm erklären, dass eine 100%-Stelle - entspricht 42 Stunden pro Woche - lediglich ein Viertel der Zeit einer Woche beansprucht. Grundsätzlich habe ich gegen eine massvolle Reduktion des Arbeitspensums nichts einzuwenden, wenn sich die Führungsaufgabe ohne wesentliche Abstriche erfüllen lässt. Konkrete Beispiele gibt es. Zurück

Wirtschaftsstandort Baselland
Der Regierungsrat hat 2001 beschlossen, aus dem Wirtschaftsförderungsfonds 3 Millionen Franken für ein Impulsprogramm "Familie und Beruf" zur Verfügung zu stellen. Damit wird primär die Schaffung von Betreuungsplätzen für Kleinkinder unterstützt. Das Impulsprogramm soll eine erhebliche Steigerung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf auslösen. Weitere konkrete Vorschläge zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf erwarte ich von der neu geschaffenen Fachstelle für Familienpolitik. Zurück

Häusliche Gewalt
Zuerst würde ich dazu die Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt und die Fachstelle für Gleichstellung von Frau und Mann anhören, damit sie mir das Problemfeld aus ihrer Sicht schilderten. Ich würde sie einladen, budgetneutrale Vorschläge zur Weiterentwicklung und Verbesserung der Wirkung ihrer Tätigkeit zu formulieren. Zurück

Soziale Sicherung
Die hohe Zahl widerspiegelt die verbreitete finanzielle Notlage von getrennt lebenden Familien. Oft ist es einem Elternteil unmöglich zu arbeiten. Der Wiedereintritt des Elternteils, welcher mehrheitlich die Kinder betreut, in die Arbeitswelt ist deshalb von grosser Bedeutung. Ich setze mich daher ein für den Erhalt bestehender staatlicher Leistungen (Berufsberatung, Stipendien etc.) und unterstütze die Schliessung anerkannter Lücken (z.B. Krippenplätze). Zusätzliche Leistungen des Staates müssen sich auf die Förderung der "Hilfe durch Selbsthilfe" beschränken. Zurück

Chancengleichheit
Die personellen Ressourcen sind in den Bereichen "Gleichstellung von Frau und Mann", "Familienpolitik" und "Kinderbetreuung" in jüngster Vergangenheit erheblich erhöht worden: Es ist eine Fachstelle für Familienpolitik mit insgesamt 130 Stellenprozenten geschaffen und die personelle Dotierung der Fachstelle für Gleichstellung angehoben worden. Im Weiteren besteht seit 1999 eine Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt mit einer Vollstelle. Zudem existieren mehrere befristete projektbezogene Teilzeitstellen, welche in den Bereichen Ausbildung und familienergänzende Kinderbetreuung tätig sind. Zurück

Integration
Die Förderung der sprachlichen Ausbildung erscheint mir für die berufliche Integration junger Migrantinnen und Migranten von grosser Bedeutung. In diese Richtung weist das neue Bildungsgesetz: Fremdsprachige Kinder und Jugendliche haben Anspruch auf die Integration in die öffentlichen Schulen. Entscheidend für die erfolgreiche Eingliederung kann auch das persönliche Engagement der Menschen im Umfeld der jungen fremdsprachigen Personen sein. Um hierfür auch einen Beitrag zu leisten, helfe ich zur Zeit einer jungen Migrantin, eine Lehrstelle zu finden. Zurück

Wahlspruch
Es gibt nicht Gutes, ausser man tut es. Behandle Gleiches gleich und Ungleiches in seiner Ungleichheit ungleich. Zurück



 

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