Gemeinde Allschwil


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Internet: www.allschwil.ch

 

  

Allschwil: «Allschwyl», Bezirk Arlesheim, 287m ü.M., bevölkerungsstärkste Gemeinde des Baselbiets, gehört geographisch und kulturhistorisch zum Sundgau. >>> Statistische Daten

Wappen: Seit 1939. Goldener Schlüssel und silbernes Schwert, gekreuzt auf blauem Grund, Symbole der Heiligen Petrus und Paulus, der Patrone der Dorfkirche. Flagge: blauweiss.

Ortsgeschichte: Urkundlich erstmals 1033 als Almswilre erwähnt, d.h. Weiler des Alaman oder der Alemannen. Es ist unklar, ob die römische, aus schriftlichen Aufzeichnungen bekannte Strassenstation Arialbinum (Itinerarium Antonini, um 280 n. Chr.) mit Allschwil identisch ist. Bodenfunde bezeugen, dass hier seit der älteren Steinzeit Menschen lebten. Gefunden wurden unter anderem Glockenbecher aus der Jungsteinzeit, Gräber aus der jüngeren Bronzezeit und aus der Römerzeit, ein gallorömisches Brandgräberfeld, römische Mauern und Münzen. Aus dem frühen Mittelalter stammen Steinplattengräber an der Klarastrasse. In fränkischer Zeit gehörte Allschwil zum Herzogtum Elsass. 1004 gelangte es als Teil einer umfangreichen Schenkung an den Bischof von Basel. Nach dem Bauernkrieg von 1525 schlossen Allschwil und die Gemeinden des Birseck einen Burgrechtsvertrag mit Basel, der bis 1585 dauerte. Während des Dreissigjährigen Krieges kam es zu Plünderungen durch die Schweden. 1792 kam Allschwil zur Raurachischen Republik, ab 1793 zu Frankreich als Teil des neu geschaffenen Département du Mont-Terrible, später des Département du Haut-Rhin. 1815 bis zur Kantonstrennung gehörte die Gemeinde zu Basel.


Vgl. auch Chronik des Kantons BL: Ortsregister



 

Die Dorfkirche ist das älteste Gebäude der Gemeinde Allschwil. Sie ist den Aposteln Petrus und Paulus geweiht.

Sehenswürdigkeiten: Gut erhaltener Dorfkern mit Kirche. Typisches Sundgauer-Dorf, vorwiegend in Fachwerkbauweise. Heimatmuseum (Baslerstrasse 48), Fachwerkhaus mit Wohn- und Wirtschaftsteil und interessanten prähistorischen Funden. Dorfmühle (Mühlebachweg 17), eine im 17. Jahrhundert erbaute Hostienmühle. Sie war bis vor dreissig Jahren noch in Betrieb und beherbergt heute ein Restaurant. Kirche St. Peter und Paul, 1250 urkundlich erwähnt, wurde 1443 und 1698 neu erbaut. Heute spätbarocke Ausstattung. Schmiede (Schönenbuchstrasse 2), markanter Fachwerkbau mit gotischen Zierelementen aus dem 17. Jahrhundert. Aussichtsterrasse auf dem Wasserturm Lange Ägerten.


Heimatkunde Allschwil, erschienen 1981.



 

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