Die 10 Wasserregionen
Das Kantonsgebiet wurde bereits in den 1970er-Jahren aufgrund der geographischen Verhältnisse und der damals vorhandenen Wasserversorgungsstrukturen in 9 Wasserregionen unterteilt. Das Laufental (Bezirk Laufen) kam mit dem Kantonswechsel im Jahr 1994 als 10. Region hinzu.
Übersichtsplan der 10 Wasserregionen
Generelle Wasserversorgungsplanung des Kantons Basel-Landschaft, Regionen 1 - 9 (1983-1990)
In den 1980er-Jahren wurde vom Kanton für jede damalige Region (ohne Laufental) eine Generelle Wasserversersorgungsplanung mit einem Planungshorizont bis 2010 erarbeitet. Diese sollen nun systematisch überprüft und überarbeitet werden.
- Allgemeiner Teil [13 MB]
- Generelle Wasserversorgungsplanung des Kantons BL, Region 1 "Arlesheim" (1983)
- Generelle Wasserversorgungsplanung des Kantons BL, Region 2 "Liestal" (1988)
- Generelle Wasserversorgungsplanung des Kantons BL, Region 3 "Sissach" (1985)
- Generelle Wasserversorgungsplanung des Kantons BL, Region 4 "Gelterkinden" (1985)
- Generelle Wasserversorgungsplanung des Kantons BL, Region 5 "Buus" (1986)
- Generelle Wasserversorgungsplanung des Kantons BL, Region 6 "Oltingen" (1986)
- Generelle Wasserversorgungsplanung des Kantons BL, Region 7 "Oberdorf" (1990)
- Generelle Wasserversorgungsplanung des Kantons BL, Region 8 "Reigoldswil" (1987)
- Generelle Wasserversorgungsplanung des Kantons BL, Region 9 "Pratteln" (1989)
Definition und Vorgehen
Die Regionale Wasserversorgungsplanung, die vom Kanton erarbeitet wird, befasst sich mit den gemeindeübergreifenden Themen der Wasserversorgung und betrachtet diese aus übergeordnetem Blickwinkel der gesamten Region und den Schnittstellen der umliegenden Regionen. Wo sinnvoll und angebracht, werden auch kantonsübergreifende Lösungen angestrebt. Die Regionale Wasserversorgungsplanung wurde früher als "Generelle Wasserversorgungsplanung" bezeichnet und ersetzt nicht die kommunalen GWPs oder andere konkrete Wasserbeschaffungsprojekte der Gemeinden.
Übergeordnetes Ziel ist die langfristige Sicherstellung einer ausreichenden, qualitativ einwandfreien und wirtschaftlichen Wasserversorgung. Im Sinne eines Leitbildes soll den Gemeinden, Wasserversorgungs-Verbänden und Wasserwerken die langfristigen Entwicklungsziele aufgezeigt werden.
Die Gemeinden haben sich bei ihren eigenen Planungen und Projekten nach diesem Leitbild zu orientieren. Kommunale Vorhaben sind dem Kanton zur Genehmigung einzureichen. Abweichungen sollen möglich sein, müssen aber mit dem Kanton abgesprochen werden.
Kern der Regionalen Wasserversorgungsplanung ist die Wasserbilanz für einen Planungshorizont von rund 30 Jahren. Diese wird für jede einzelne Gemeinde bzw. Wasserversorgung und für die ganze Wasserversorgungsregion erstellt. Dabei wird der zukünftige Wasserbedarf verglichen mit den zu erwartenden Wasserbezugsmöglichkeiten, welche sich auch durch wandelnde Schutzmöglichkeiten und Qualitätsentwicklungen verändern können.
Die Regionale Wasserversorgungsplanung steht für einen partizipativen Prozess, bei dem die wesentlichen Akteure einbezogen werden. Dieser Prozess verläuft in der Regel in folgenden Phasen:
1. Situationsanalyse
2. Klärung spezieller Fragestellungen
3. Wasserbilanz für Planungshorizont
4. Ausarbeitung Leitbild und Massnahmenplan
5. Unterstützung bei der Umsetzung
Aktueller Stand der Planungen in den Regionen
Region 1 (Arlesheim)
Als Grundlage ("Phase 1") für die regionale Planung der Wasserversorgung in der bevölkerungsreichsten Region 1 (Arlesheim) wurde im Jahr 2008 der zukünftige Wasserbedarf für jede Gemeinde ermittelt.
Nachdem wichtige strategische Fragestellungen im Zusammenhang mit Hardwasser AG und der Versickerungsanlage Aesch beantwortet sind und eine Machbarkeitsstudie für eine Transitleitung Ost im Birstal vorliegt, können die weiteren Schritte für die regionale Planung im 2012 in Angriff genommen werden.
Region 2/9 (Liestal/Pratteln)
Basierend auf Gesprächen mit allen acht Gemeinden der für die Planung zusammengefassten Regionen 2 und 9 wurde eine Situationsanalyse erstellt (Bericht Holinger AG vom 15. März 2012) und den Gemeinden an einer Informationsveranstaltung am 3. Mai 2012 in Liestal (Referat AUE und Referat Holinger AG) vorgestellt.
Region 3 (Sissach)
Das AUE überprüft zurzeit die Wasserversorgungsplanung aus den 80er-Jahren und ermittelt den aktuell Handlungsbedarf. Zu diesem Zweck werden mit jeder Gemeinde der Region vor Ort Gespräche geführt und die Wasserversorgungsanlagen besichtigt.
Region 4 (Gelterkinden), 5 (Buus) und Region 6 (Oltingen)
Das AUE hat in den Jahren 2010 und 2011 die Aktualität der Wasserversorgungsplanungen aus den 80er-Jahren überprüft und festgestellt, dass der in den 80er Jahren prognostizierte Wasserbedarf zu hoch lag und einige der damals vorgesehenen Massnahmen nicht zwingend umgesetzt werden mussten. Dennoch können eventuell noch einzelne Verbesserungen bei der Vernetzung erzielt werden, welche in einem nächsten Schritt mit detaillierten Studien betreffend Kosten-Nutzen erarbeitet werden.
Region 7 (Waldenburgertal)
Die Regionale Wasserversorgungsplanung des Kantons für die Region 7 wurde im Jahr 2005 erarbeitet. Dabei wurde festgestellt, dass die Wasservorkommen in der Region knapp zur Deckung des Wasserbedarfs ausreichen unter der Voraussetzung, dass die Nutzung der vorhandenen Quellschüttungen und Speichervolumina optimal aufeinander abgestimmt werden.
Als Folge davon strebt der Kanton gemeinsam mit den Gemeinden und der Wasserversorgung Waldenburgertal AG eine Regionalisierung der Wasserversorgung an. Seit 2006 wurden im Auftrag des AUE mehrere Studien für ein "Geschäftsmodell Regionale Wasserversorgung Region 7" erarbeitet.
Bericht Generelle Wasserversorgungsplanung Region 7 (2005)
Region 10 (Laufental)
In einer ersten Etappe wurde im 2008 für die Gemeinden Duggingen und Grellingen eine Generelle Wasserversorgungsplanung erarbeitet, welche als Ersatz für das nicht mehr schützbare Grundwasserpumpwerk Büttenfeld eine Verbindungsleitung zwischen den beiden Wasserversorgungen und eine Notversorgung durch Wasserlieferungen aus dem unteren Birstal (Aesch) vorsieht. Im Anschluss wurde die Machbarkeit dieser Massnahmen in einer Studie nachgewiesen. Die Kredite für die Realisierung wurden in beiden Gemeinden gesprochen. Die Umsetzung ist bis 2013 geplant.
Bericht Generelle Wasserversorgungsplanung Region 10: Etappe 1: Duggingen/Grellingen (2008)
Für die Region Laufental-Thierstein wurde die Regionale Wasserversorgungsplanung gemeinsam mit dem AfU des Kantons Solothurn in Angriff genommen. In einem partizipativen Prozess wurde zunächst eine umfassende Situationsanalyse erstellt (Präsentation an Infoveranstaltung am 17.06.2010 in Zwingen) und darauf aufbauend ein Regionales Notwasserkonzept Region Laufental - Thierstein (Präsentation der Infoveranstaltung vom 27.06.2011 in Zwingen) und ein Technisches Leitbild (Präsentation der Infoveranstaltung vom 27.09.2011 in Zwingen) erarbeitet.
Übersichtsplan 1 : 20'000
Hydraulisches Schema
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