Raumressourcen Was ändert sich? - | Die Primarschule dauert ein Jahr länger, die Sekundarschule wird ein Jahr kürzer. In der Folge verändert sich die Anzahl Klassenzimmer an den Schulen. | - | Der Kindergarten wird auch räumlich Bestandteil der Primarschule. | - | Primar- und Sekundarschule werden nach Möglichkeit räumlich entflochten. |
Chancen: - Die Schulräume können auf zukünftige Bedürfnisse ausgerichtet werden.
Ab dem Schuljahr 2015/16 werden die Primarschulen mehr Platz brauchen: Die 5.-Klässlerinnen und -klässler werden nicht wie bisher in die 1. Sekundarklasse übertreten, sondern im gleichen Schulhaus ein weiteres Primarschuljahr besuchen. Auf der anderen Seite benötigt die Sekundarschule, die nur noch drei Jahre dauert, weniger Unterrichtsräume. Dies sind nicht die einzigen Veränderungen: Da die Kindergärten neu als fester Bestandteil der Primarschule gelten, sollen sie auch räumlich – wo möglich – in die Primarschulanlagen integriert werden. Die Sekundarschulen hingegen wollen ihre drei Leistungszüge A, E und P unter ein gemeinsames Dach bringen. Dies ist noch nicht überall umgesetzt und wird nun im Zuge der Umstrukturierung angestrebt. Auch wird der Kanton im Zuge der Bildungsharmonisierung die Sekundarschulräume von den Gemeinden übernehmen, wie dies schon länger geplant ist. Dabei ist vorgesehen, die Primar- und Sekundarschulräume zu entflechten. Zudem sind auf allen Stufen auch die räumlichen Voraussetzungen für eine «Schule für alle» mit integrativem Unterricht zu schaffen. Dafür braucht es zusätzliche Gruppen- und Halbklassenräume. Gemeinden starten Planungsprozesse Die heutige Schulraum-Situation präsentiert sich in jeder Gemeinde unterschiedlich. Einige Gemeinden werden die Anpassungen im Rahmen ihres ordentlichen Budgets realisieren können. Andernorts braucht es Umbauten oder gar einen Schulhaus-Neubau. Dies ist mit politischen Entscheiden und längeren Planungs- und Bauperioden verbunden. Für die Zukunft bauen Ein neues Schulhaus oder ein Umbau wird nicht für ein paar Jahre, sondern für fünf, sechs Jahrzehnte gebaut. Da stellt sich die Frage: Wie werden die Unterrichtsräume in zwanzig Jahren aussehen? Welche Art von Klassenzimmer braucht es dafür? Oder anders formuliert: Welche Art von Schule wollen wir in Zukunft haben? Neu gestaltete Räume sollen ein hohes Mass an Flexibilität aufweisen, damit sie mit dem Wandel mitgehen können. Dabei denken die Verantwortlichen auch an Themen wie Tagesstrukturen, Integration von Informationstechnologie in den Schullalltag oder Anliegen wie die Leseförderung in Lesezentren. Die Verantwortlichen des Mandats «Raumressourcen» beraten Schulleitungen und Gemeinden bei Planungsvorbereitung ihrer Schulräume und im Prozessablauf. Sie beraten sie auch beim Blick in die «Schule der Zukunft». Das Ziel: Zu Beginn des Schuljahrs 2015/16 sollen genügend Räume parat und alle Zügleten über die Bühne sein. Gleichzeitig soll eine langfristige Planung für die kommenden Jahre aufgegleist sein.  Mandatsleitung «Raumressourcen»: Stephan Zürcher, 061 552 59 89, stephan.zuercher@bl.ch
|