Lehrpersonenbedarf und –qualifizierung Was ändert sich? Die Primarschule dauert ein Jahr länger, die Sekundarschule wird ein Jahr kürzer. In der Folge verändert sich die Anzahl Lehrpersonen an den Schulen. Der neue Lehrplan 21 und der frühe Fremdsprachenunterricht erfordern andere Qualifikationen von den Lehrpersonen. Chancen: Personal- und Organisationsentwicklung als Schulentwicklung vor Ort und auf kantonaler Ebene Kooperation unter den Lehrpersonen in den pädagogischen Teams Wie viele Lehrpersonen wird die Gute Schule Baselland auf der Primar- und Sekundarstufe in den kommenden Jahren beschäftigen? Welche Qualifikationen werden von ihnen erwartet? Wie wird der neue Lehrplan 21, der auf das Schuljahr 2015/16 eingeführt wird, das Berufsfeld der Lehrperson verändern? Die Schulleitungen in den Gemeinden des Kantons Basel-Landschaft werden in den kommenden Jahren auch im Personalbereich eine sukzessive Anpassung an die Bildungsharmonisierung vornehmen. Dabei geht es um mehr als das Verschieben von Schulbänken und Lehrpersonen zwischen Kindergarten, Primarschule und Sekundarschule. Der Lehrplan 21, welcher von allen deutsch- und mehrsprachigen Kantonen gemeinsam entwickelt wurde, setzt ab dem Schuljahr 2015/16 auch inhaltlich neue Schwerpunkte. Der Lehrplan betrachtet die Schulzeit als kontinuierliche Bildungslaufbahn vom Kindergarten bis zum Ende der Sekundarschule. Während der Fremdsprachenunterricht bereits in der Primarschule beginnt, werden in der Sekundarschule bestimmte Fachbereiche, beispielsweise die Naturwissenschaften, zusätzliche Priorität erhalten. Hinzu kommt eine grundsätzliche Veränderung in der Art des Unterrichtens: Neu richtet sich der zentrale Fokus im Unterricht auf das Erreichen von bestimmten Kompetenzen mit den Schülerinnen und Schülern. Dieser Paradigmenwechsel wird das Berufsbild der Lehrpersonen verändern. Weiterbildungsangebote werden ihnen Möglichkeiten bieten, in ihrer Berufslaufbahn neue Schwerpunkte zu setzen. Schulleitungen erhalten Beratung Die Verantwortlichen für das Mandat «Lehrpersonenbedarf und –qualifikation» geben den Schulleitungen die Mittel an die Hand, um sich rechtzeitig auf die neue Situation einzustellen. Dabei stellt sich für alle Beteiligten eine grosse Herausforderung: Die gesetzlichen Grundlagen für eine sichere Planung sind noch nicht alle vorhanden. So fehlt beispielsweise noch die definitive Entscheidung darüber, wie die Stundentafeln der Primar- und Sekundarschule ab 2015 aussehen werden. Dennoch wollen alle Eltern frühzeitig informiert sein, welche Lehrpersonen ihre Kinder in den kommenden Jahren begleiten werden. Die heutige Planung basiert deshalb vorerst noch auf Annahmen und Übergangsbestimmungen. Die Schulleitungen sind aufgefordert, sich jetzt auf die Veränderungen einzustellen. Gemeinsam mit der Mandatsleitung «Lehrpersonenbedarf und -qualifizierung» können sie ihre Bedürfnisse eruieren und die zum heutigen Zeitpunkt möglichen Schritte einleiten.
Mandatsleitung «Lehrpersonenbedarf und -qualifizierung» Urs Zinniker 061 906 22 41, urs.zinniker@sbl.ch
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