02.06.2010

Ohne Spitalapotheke geht nichts

Die Apotheke des Bruderholzspitals produziert einen Teil ihrer Arzneimittel selber und versorgt jährlich mehrere 10'000 Patienten. Trotz ihrer Bedeutung für Therapie und Heilung verursacht sie nur vier Prozent des Gesamtaufwandes des Spitals. Wie die Spitalapotheke arbeitet sowie Qualität und Sicherheit gewährleistet, darüber haben Gesundheitsdirektor Peter Zwick und Kantonsapotheker Hans-Martin Grünig vor Ort die Medien orientiert.

Nicht alle Medikamente für die Patientinnen und Patienten der Kantonsspitals Bruderholz sind im Handel erhältlich. Die Spitalapotheke stellt deshalb jedes Jahr für das eigene und andere Spitäler rund 20 eigene Präparate und 4000 individuelle Rezepturen her. Zu diesen Nischenprodukten gehören anwendungsfertige Ernährungslösungen und Krebsmedikamente sowie Fertigspritzen für die Anästhesie. Besonders bei Tumorpatienten ist es wichtig, Therapien mit Medikamenten individuell zu dosieren und auf diese Patienten abzustimmen. Darum ist eine Produktion in kleinen Mengen nötig.

Nur vier Prozent am Gesamtaufwand
Die Spitalapotheke Bruderholz stellt rund 12'000 Arzneimittelbestellungen pro Jahr bereit und liefert 90'000 Packungen an die Stationen und Ambulatorien. Sie hält ständig rund 1500 verschiedene Präparate an Lager. Obwohl ohne Medikamente keine Patientinnen und Patienten therapiert oder geheilt werden können, verursacht die Spitalapotheke mit acht Millionen Franken nur rund vier Prozent des Gesamtaufwandes des Spitals von 190 Millionen Franken. Der Medikamentenverbrauch pro Pflegetag ist in den letzten Jahren mit rund 32 Franken konstant geblieben. Mit einer gezielten Auswahl und beim Einkauf der Arzneimittel begegnet die Spitalapotheke dem steigenden Kostendruck im Gesundheitswesen.

Qualität und Sicherheit zuerst
Die Garantie von Qualität und Sicherheit ist heute die wichtigste Aufgabe der Spitalapotheke. "Unsere Pharmazie-Fachleute sind stark gefordert, wenn es um die sichere Versorgung und Anwendung von Medikamenten und um die Verhinderung von Medikationsfehlern geht", sagte Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektor Peter Zwick am Mittwoch vor den Medien. Der Leiter der Spitalapotheke, Kantonsapotheker Hans-Martin Grünig, verwies auf technische Sicherungsmassnahmen, Kontrollen, Schulungen und ständige Information, dank denen grösstmögliche Sicherheit für die Versorgung der Patientinnen und Patienten mit Arzneimitteln gewährleistet werde.

Bei der Beschaffung von Medikamenten ist die Spitalapotheke auch mit dem Thema Arzneimittelfälschungen und illegale Medikamentenimporte gefordert. "Das Problem nimmt zu und verlangt von unserer Spitalapotheke höchste Aufmerksamkeit", sagte Hans-Martin Grünig. "Unsere Patientinnen und Patienten müssen sich darauf verlassen können, dass sie nur zugelassene und sichere Medikamente verabreicht bekommen".

Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion Basel-Landschaft, Informationsdienst

Auskünfte:
Hans-Martin Grünig, Kantonsapotheker und Leiter Spitalapotheke Bruderholz, Telefon 061 436 23 64,
E-Mail: hans-martin.gruenigksbh.ch

Liestal/Bruderholz, 2. Juni 2010

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