25.01.2010

Die Nordwestschweiz ist Ehrengast an der Olma

Unter dem Motto "Der Nordwesten. Die offene Schweiz" treten die Kantone Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Jura gemeinsam als Gastkantone an der Olma 2010 in St. Gallen auf. Höhepunkte sind die Sonderschau, die Tierschau und der Festumzug mit mehr als 1200 Teilnehmenden und 45 Formationen. Für den Gastauftritt vom 7. bis 17. Oktober sind 1,3 Millionen Franken budgetiert.

"Die Olma bietet unserer Region eine willkommene Gelegenheit, sich einem grossen Publikum vorzustellen als kulturell und wirtschaftlich vielfältigen Landesteil, als Gebiet von Bildung und Forschung und als Raum wechselvoller Gegensätze zwischen städtischen Gebieten und Naturlandschaft": Der Baselbieter Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektor Peter Zwick kündigte heute Montag zusammen mit seinen Regierungsratskollegen aus den Kantonen Basel-Stadt und Jura vor den Medien in Liestal einen fulminanten Auftritt der Nordwestschweiz als Ehrengast an der Olma vom 7. bis 17. Oktober 2010 in St. Gallen an.

Jura erstmals an der Olma
Die drei Kantone Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Jura präsentieren sich unter dem Motto "Der Nordwesten. Die offene Schweiz". Start ist am Donnerstagvormittag, 7. Oktober mit der offiziellen Eröffnungsfeier im Theater St. Gallen, welche von der Gastregion zusammen mit der Olma organisiert wird. Der Kanton Jura ist erstmals an der Olma als Gast vertreten, die beiden Basel nahmen diese Ehrenaufgabe 1982 schon einmal wahr. Für die gemeinsame Präsenz haben die drei Kantone ein Budget von 1,3 Millionen Franken genehmigt.

Der erlebnisreiche Auftritt der drei Kantone besteht aus dem Festumzug mit anschliessenden Darbietungen in der Arena, einer Sonderschau und einer Tierschau. Die Region präsentiert während elf Tagen ihre Charakterzüge, soziale, kulturelle und wirtschaftliche Eigenheiten, Sitten und Bräuche und viele Tiere. Der basel-städtische Regierungsrat Christoph Brutschin betonte die Stärken und die Bedeutung der Nordwestschweiz, die er als offenen, erfolgreichen und innovativen Wirtchafts-, Kultur- und Lebensraum beschrieb. Der jurassische Regierungsrat Michel Probst freut sich, dass sein Kanton zum ersten Mal an der Olma dabei sein darf zusammen mit den beiden Nachbarkantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft. "Unser Auftritt ist eine starke Demonstration unserer Strategie der Annäherung des Kantons Jura an die Region Basel", erklärte er.

Umzug mit über 1200 Teilnehmenden
Am Festumzug am Tag des Ehrengastes vom Samstag, 9. Oktober zeigen mehr als 1200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer 45 farbenprächtige, emotionale und einprägsame Bilder aus den drei Kantonen. Themen sind Kultur, Brauchtum, Geschichte, offene Grenzen, Wirtschaft und Bildung, Sport, Integration und Landwirtschaft. Der Festumzug ist von grosser überregionaler Ausstrahlung; zehntausende von Besuchern säumen jeweils die rund 2,5 Kilometer lange Route. Am Umzug dabei sind als Vertreter der Gastkantone die Regierungen in corpore, die eidgenössischen Parlamentarier und die Ratsbüros der drei Kantonsparlamente.

Vom Carneval bis zum Zoo
Zu den baselstädtischen Umzugsformationen gehören etwa das Top Secret Drum Corps, der Zoo Basel, Fasnachtsgruppen und das Theater Basel. Der Jura zeigt unter anderem eine Pferdeparade, Kleinkunstgruppen, Carnevalsujets und historische Formationen. Und das Baselbiet präsentiert den Liestaler Chienbäseumzug, Musikvereine, Sportsujets oder die Römerstadt Augst. Wichtiger Teil des Umzuges ist die Integration der Migrantinnen und Migranten in der Nordwestschweiz, die mit verschiedenen Sujets auftreten. Nach dem Festumzug wird in der Arena auf dem Messegelände ein rund einstündiges Unterhaltungsprogramm mit Festreden geboten.

Spektakel mit Freibergern
An der Tierschau werden die schönsten Zuchttiere der Kantone Jura und Baselland vorgestellt. Dazu gehören vor allem die Freiberger Pferde, Milchvieh, Rinder, Ziegen und Schafe. Dazu gibt es Sondervorstellungen und Spektakel für das Publikum. Zum Rahmenprogramm gehört die Viehzüchter-Bar mit kulinarischen Spezialitäten aus den drei Kantonen.

Interaktive Sonderschau
Die Sonderschau lädt das Publikum auf einer Fläche von 1000 Quadratmetern zu einer Tour durch Geschichte, Kultur, Brauchtum, Wirtschaft und Tourismus der Region ein. Gladiatorenkämpfe, Dinosaurier, Burgen und Schlösser, Museen, Wanderwege – die Themen sind unerschöpflich. Dabei sind die Besucherinnen und Besucher nicht nur als Zuschauer oder Zuhörer eingeladen, sondern aufgefordert, selber mitzumachen. Zum Beispiel beim Laternenmalen für die Fasnacht, im Erlebnislabor oder auf der Bühne. Die Sonderschau ist Plattform für Begegnungen zwischen Promis aus der Region mit Menschen aus der Ostschweiz.

Projektgruppe seit 2008 an der Arbeit
Verantwortlich für die Organisation des Olma-Auftrittes ist eine Projektgruppe, die paritätisch aus je zwei Vertretern der drei beteiligten Kantone zusammengesetzt ist und ihre Arbeit im November 2008 aufgenommen hat. Sie wird von verschiedenen Fachleuten aus den drei Kantonen unterstützt. Federführend ist der Kanton Basel-Landschaft. "Die Projektgruppe und der regierungsrätliche Steuerungsausschuss arbeiten sehr eng zusammen", sagte Projektleiter Urs Berger. Der Steuerungsausschuss werde laufend über die Arbeit der Projektgruppe informiert. Diese sei auch sehr gut in die Olma-Organisation eingebunden. Urs Berger ist überzeugt, dass die drei Kantone den rund 400'000 erwarteten Besucherinnen und Besuchern der Messe einen überzeugenden und sympathischen Auftritt bereiten werden.

Auskünfte:
Regierungsrat Peter Zwick, Vorsteher Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion Basel-Landschaft,
Telefon 061 552 51 11, E-Mail: vgdbl.ch
Projektleiter Urs Berger, Telefon 079 455 53 00, E-Mail: u.bergerkmu.org

Liestal, 25. Januar 2010

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