Rund 1'500 Läuferinnen und Läufer am 56. Baselbieter Team-Orientierungslauf in Gelterkinden
Das Grossholz bei Wenslingen ist zum dritten Mal das Laufgelände
Pratteln/Gelterkinden/Wenslingen, 7. Oktober 2008 - Am 56. Baselbieter Team-Orientierungslauf starten am dritten Oktober-Sonntag rund 1'500 Läuferinnen und Läufer. Laufgelände ist das Grossholz bei Wenslingen; Ausgangsbasis die Schulanlage Hofmatt in Gelterkinden.
Es ist nach 1956 und 1978 am 19. Oktober erst das dritte Mal, dass die Veranstaltung auf dem Hochplateau des Grossholzes stattfindet. Wie vor dreissig Jahren steht der organisierenden Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion (BKSD) als "Sportgerät" eine neue Spezialkarte zur Verfügung, welche im Massstab 1:10'000 ein genaues und vor allem präzises Auffinden der einzelnen Posten ermöglicht. Bahnleger Willy Schnell (Mumpf) und sein Kontrolleur Paul Schlumpf (Ziefen) für den Hauptlauf sowie Therese Wenger für den Walk-OL haben für die 27 Kategorien mit 19 verschiedenen Strecken ein Netz von 75 Posten fixiert. Dies stellt unter anderem sicher, dass die einzelnen Waldpartien gleichmässig belastet sind und - vorab in den Breiten- und Volkssportkategorien - die Strecken weitgehendst über Forststrassen und Wege absolviert werden können.
An dieser Breitensportveranstaltung mit Ausgangsbasis Gelterkinden ist der Leistungsgedanke zweitrangig. Vielmehr geht es um den gemeinsamen Spass am Sport. Es erstaunt deshalb nicht, dass die beiden Kategorien Familien und Sie+Er mit über zwei Dritteln den Hauptharst aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellen. Dies kommt nicht von ungefähr. Die Anforderungen sind nämlich mehr als nur kategoriengerecht; niemand wird überfordert und es kann mit Fug und Recht behauptet werden, dass wirklich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Weg zum Ziel finden werden. Seit der Gründung im Oktober 1953 wir der Baselbieter Team-Orientierungslauf von der Kantonalen Verwaltung organisiert. Federführende Dienststelle ist heute das Sportamt der BKSD; Präsident des Organisationskomitees ist Regierungsrat Urs Wüthrich-Pelloli.
Die Teams gehen ab 10 Uhr auf Postensuche. Gut drei Stunden später wird die Veranstaltung beendet sein. Regierungsrat Urs Wüthrich-Pelloli steht einem routinierten Organisationskomitee vor, welches unter der Leitung des geschäftsführenden OK-Vizepräsidenten Thomas Beugger, Leiter Sportamt, mit Freude dem Orientierungslauf entgegensieht. "Ich freue mich auf diesen Sonntag im Grossholz, einem Gelände, wo ich vor dreissig Jahren meinen ersten Orientierungslauf bestritten habe", sagt Thomas Beugger. Freuen dürfen sich auch Gruppen, welche sich dazu entschliessen, kurzfristig am Lauf starten zu wollen. Solche Mannschaften können in einer der so genannt offenen Kategorien starten, für welche sich Spätentschlossene im Wettkampfzentrum beim Schulhaus Hofmatt in Gelterkinden bis um 10 Uhr nachmelden können.
Gefordert werden am Baselbieter Team-OL einzig die Spezialistinnen und Spezialisten auf den Elitebahnen. Im Vorfeld der anfangs November stattfindenden Schweizer Team-OL-Meisterschaften müssen die Männer 8.3 Kilometer und 150 Meter Steigung bewältigen und dabei 20 Kontrollposten anlaufen. Die Frauen erwartet eine Bahn mit 5.5 Kilometer, 60 Meter Steigung und 15 Posten. Die kürzeste Bahn misst 2.8 Kilometer in den Kategorien Knaben 2 und Mädchen 2, während die Familien und Sie+Er-Paare zwischen 3.9 und 4.9 Kilometer weit rennen müssen. Alle Aktiven quittieren im Übrigen bereits zum zehnten Mal die Posten mit der so genannten SI-Card. Dieselbe ist 1999 erstmals am Baselbieter Team-OL verwendet worden.
Unter den Angemeldeten befinden sich einige Prominente. Bei den Frauen wird der Sieg wohl über das Trio Ines, Ruth und Rahel Brodmann aus Riehen führen; bei den Männern wird das Siegertrio vermutlich Dominik Koch, Fabian Hertner und Sebastian Hägler aus Eptingen heissen. Die international bekannte Liestalerin Lea Müller verzichtet auf einen Elitestart; sie rennt mit ihrem Freund Samuel Imhof in der Kategorie Sie + Er. Unterwegs sein wird - bei den Familien - der Elitesieger vor dreissig Jahren, Martin Bisang. Als OK-Mitglieder im Einsatz sind zudem die Frauensiegerinnen von 1978, Käthi Herzig und Therese Wenger.
Nach dem Wettkampf erhalten alle Läuferinnen und Läufer ein Erinnerungsgeschenk in Form einer Adidas-Mütze. Zur Stärkung wird eine Portion Hörnli mit Sauce und Apfelmus abgegeben. Die Besten der Kategorien werden zudem mit Medaillen ausgezeichnet. Wichtige Partner der BKSD sind die Basellandschaftliche Kantonalbank und die Rivella AG in Rothrist. Nachmeldungen sind bis um 10 Uhr in den Kategorien Blaue Bahn, Rote Bahn, Walk-OL sowie Trail-O möglich.
Am Lauftag werden 60 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Sport und Verwaltung dem Baselbieter Team-OL beiwohnen. Dies hat auch für den Sportamt Leiter Thomas Beugger eine Bedeutung: "Für mich hat nebst den vielen aktiven Teilnehmerinnen und Teilnehmern auch die Kategorie der Ehrengäste eine wichtige Bedeutung. An diesem Tag habe ich die Möglichkeit, mit lokalen Behördevertretern ins Gespräch zu kommen und auch über den OL-Sport im Allgemeinen und den Baselbieter Team-OL im Speziellen zu sprechen. Auch wertvolle sportpolitische Diskussionen sind möglich“, sagt der Sportamt-Leiter.
Im Rahmen der Rangverkündigung am frühen Nachmittag darf das Sportamt eine besondere Auszeichnung in Empfang nehmen. Der Schweizerische Orientierungslauf-Verband (SOLV), vertreten durch Vizepräsident Hansruedi Walser, wird dem OK des Baselbieter Team-OL für seine Verdienste zur Förderung des OL-Sports einen Anerkennungspreis im Wert von 2'000 Franken übergeben. Es ist dies das zweite Mal nach 2000 (in Bubendorf), dass der SOLV den Baselbieter OK-Verantwortlichen einen solchen Preis überreicht.
AUSKUNFT:
Willi Wenger, stellvertretender Leiter Sportamt, Telefon 061 827 91 01, Telefax: 061 827 91 19, E-Mail: willi.wenger@bl.ch