Die Ermitage in Arlesheim ist einer der bedeutendsten Landschaftsgärten der Schweiz. Um ihren Zustand zu erhalten, sind regelmässig pflegende und sanierende Eingriffe notwendig. Im Weiteren musste beim Schloss Birseck die Scheune wegen Einsturzgefahr rekonstruiert werden und bei der Kirche St. Arbogast in Muttenz wurden im Beinhaus die Wandmalereien aus dem 16. Jahrhundert gefestigt und gereinigt. Die Denkmalpflege informierte über diese und weitere Projekte an ihrem traditionellen Mediencafé ausführlich.
Anfang Jahr wurde beim Haupteingang der Ermitage der Eingangsfelsen von Gehölz freigelegt, um seine volle Wirkung wieder zu entfalten. Die schützenswerten Pflanzen wurden belassen. Ausserdem wurden Schäden an der Abdichtung in der Dammkrone des mittleren Ermitageweihers repariert. Durch das Hochwasser vom August 2007 hat der Dorfbach in Arlesheim Schäden am Bachbett, Ufer und Brückenwiderlagern angerichtet. Der obere Ermitageweiher drohte dadurch überzuschwappen. Damit dies in Zukunft gar nicht erst geschehen kann, wurde der Weiherüberlauf vergrössert und der bestehende Schwemmgutsammler wieder funktionstüchtig gemacht. Bis Oktober 2010 werden der Parkweg zwischen dem mittlerem Weiher und den Waldhäusern sowie die unterhalb anschliessende Wiese saniert, und die bestehende Baumreihe durch Neupflanzungen ergänzt. So kann man den historischen Promenadencharakter der Ermitage wieder erleben.
Beim Weidhof Schloss Birseck drohte der Schopf neben der grossen Scheune einzustürzen. Er musste rekonstruiert werden. Fachleute bauten einen Grossteil des Schopfes ab, und richteten den Schopf mit dem wieder verwendbaren Baumaterial auf.. Nun ist der Weg um den Burghügel herum zum westlichen Eingang des Schlosses wieder frei.
Im Beinhaus St. Arbogast in Muttenz haben sich im Laufe der letzten Jahre an der Oberfläche der Wandmalereien aus dem 16. Jahrhundert verschiedene Schadstellen gezeigt. Einzelne Partien drohten abzuplatzen oder unter einer milchigen Schicht zu verschwinden. Eine umfangreiche, über ein Jahr dauernde Untersuchung der ETH Zürich und des verantwortlichen Restaurators konnte die Ursachen dieser Schäden ermitteln und ein geeignetes Sicherungskonzept erarbeiten. Seit der letzten Sanierung in den Jahren 1954 bis 1956 erstrahlen die Malereien wieder in neuem Glanz.
BAU- UND UMWELTSCHUTZDIREKTION, Kommunikation
Für Rückfragen:
Brigitte Frei-Heitz, Amt für Raumplanung, Kant. Denkmalpflegerin, Tel. 061 552 55 75
Liestal, 18. Mai 2010