03.09.2009

2009 - ein Sommer mit geringer Ozonbelastung

Nach ersten hohen Ozonwerten im April mit Spitzen bis 150 Mikrogramm pro Kubikmeter sorgte das wechselhafte Wetter in den Folgemonaten dafür, dass die Ozonbelastung relativ gering blieb. Erst die einzige längere Phase mit heisser und sonniger Witterung im August führte zu einer Ozonzunahme mit Spitzenwerten bis 180 Mikrogramm pro Kubikmeter (17. bis 20. August). Über's ganze gesehen gehört 2009 zu den Sommern mit eher geringer Ozonbelastung.

Erste Überschreitungen des Stundengrenzwertes für Ozon (120 Mikrogramm pro Kubikmeter) sind schon im April aufgetreten. Die maximalen Werte lagen zwischen 120 und 150 Mikrogramm pro Kubikmeter. Dies war an je drei Tagen vom 9.-11. und 13.-15. April der Fall. Diese kurze Dauer der Phasen mit sonniger und warmer Witterung war typisch für den weiteren Sommer - beinahe bis zum Ende. Kurze sonnige Abschnitte wurden rasch wieder beendet durch Regenfronten und Wolken. Dadurch konnte sich keine stabilen sommerlichen Hochdrucklagen aufbauen, welche Voraussetzung sind für die Ozonbildung. Die Dauer der übermässigen Ozonbelastungen und auch deren Maximalwerte blieben während der Sommermonate Juni und Juli geringer als im April.

Ende August hat sich der Sommer dann doch noch zurückgemeldet. Während 14 regenfreien Tagen wurde es auch längere Zeit heiss. Die maximale Temperatur dieses Sommers mit 35.1 Grad Celsius ist am 20. August gemessen worden. Während dieser Phase vom 17. bis 20. August stieg auch die Ozonbelastung kräftig an. An der Station Chrischona wurden Spitzenwerte von knapp über 180 Mikrogramm pro Kubikmeter gemessen. An allen übrigen Stationen blieben aber die maximalen Belastungen unter diesem Wert.

Damit gehört der Sommer 2009 zu den Jahren mit geringer Ozonbelastung. Anfang der 90er Jahre wie auch im Jahrhundertsommer 2003 waren sowohl die Spitzenwerte wie auch die Dauer der übermässigen Belastung durch Ozon noch deutlich höher.

Für Rückfragen:
Markus Camenzind, Tel. 061 552 61 81
Lufthygieneamt beider Basel

Liestal, 3. September 2009

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