Die Bauarbeiten an der HPL kommen planmässig voran. Im Abschnitt Süd sind grosse Teile des neuen Anschlusses Liestal Nord bereits gebaut und die Arbeiten für die neue H2-Ergolzbrücke haben begonnen. Im Bereich Wölferstrasse ist der Bau sogar schon fast abgeschlossen. In der Hülften ist heute der Spatenstich für den Grosskreisel erfolgt. Im Abschnitt Tunnel sind wichtige Vorarbeiten geleistet. Und von der Mühlerainstrasse in Liestal führt neu ein Baustellenweg mit Informationstafeln entlang der Baustelle bis zur Hülften.
Am Nordportal des Tunnels ist der Halbanschluss Frenkendorf/Füllinsdorf Nord mit seinen Rampen und der Brücke Wölferstrasse bereits gebaut. Die Arbeiten sind wie geplant verlaufen und können in den kommenden Monaten abgeschlossen worden.
Parallel dazu sind auch im nördlichen Teil des Projektperimeters, im Gebiet Hülften, umfassende Vorbereitungen erfolgt. Die Werkleitungen liegen mittlerweile in einem eigenen Trassee seitlich neben den zukünftigen Bauwerken. Und für den Verkehrsfluss während den Bauarbeiten sind Provisorien vorbereitet worden.
Die Hauptarbeiten in diesem Abschnitt sind rechtskräftig vergeben. Der Vorsteher der Bau- und Umweltwschutzdirektion, Regierungsrat Jörg Krähenbühl, hat heute mit dem Spatenstich das Startsignal für den vorgesehenen Grosskreisel gegeben. In den kommenden Monaten werden hier die Provisorien fertig gestellt und in Betrieb genommen. Anschliessend beginnt der Bau der verschiedenen Brücken im Bereich Hülften.
Neue Ergolzbrücke in Liestal - Baustellenweg mit Infotafeln bis in die Hülften
Ganz im Süden des Projektperimeters, fast auf Höhe des Kantonsspitals Liestal, ist eine Hilfsbrücke über die Ergolz entstanden, die nun den H2-Verkehr aufnimmt. Dadurch kann nebenan in den kommenden Monaten die bisherige H2-Ergolzbrücke abgebrochen und eine neue Stahlbetonbrücke gebaut werden.
Über diese neue Brücke wird der Verkehr zukünftig zum Tunnelportal und zum Vollanschluss Liestal Nord gelangen, deren Bauwerke heute schon deutlich zu erkennen sind. Rampen und eine Zubringergalerie stellen die Anbindung an die Rheinstrasse sicher. In diesem Bereich werden die Arbeiten voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2010 abgeschlossen.
Von der Mühlerainstrasse in Liestal führen neu 8 Informationstafeln entlang der Baustelle bis zur Hülften. Drei weitere Tafeln stehen in der Nähe der EBL-Kreuzung, bei der Bushaltestelle "Radacker" und bei der Bushaltestelle "Schönthal". Die Tafeln erklären den jeweiligen Bauabschnitt, die Schwerpunkte, die es zu beachten gilt, und gewähren einen Ausblick auf den Endzustand.
Der Tunnel als "Linienbaustelle"
Angelaufen sind die Arbeiten im Abschnitt Tunnel: Hier ist zwischenzeitlich der Humus weitgehend abgetragen und ein Vor-Aushub erstellt worden. Damit ist der zukünftige Verlauf schon deutlich in der Landschaft sichtbar. Entlang der gesamten Baustelle wird eine Baupiste eingerichtet, so dass ein grosser Teil des Baustellenverkehrs innerhalb der Baustelle fahren kann und die öffentlichen Strassen nicht belastet. Wenn der Aushub erfolgt ist, müssen an mehreren Orten noch Werkleitungen quer unter dem zukünftigen Tunnel verlegt werden. Anschliessend kann der eigentliche Tunnelbau beginnen: Von verschiedenen Startpunkten aus werden die Tunnelröhren mit einer wandernden, so genannten Linienbaustelle gebaut.
Gegen die Vergabe der Baumeisterarbeiten für den Tunnelbau ist Beschwerde eingereicht worden. Das Präsidium des Kantonsgerichtes hat dieser Beschwerde nun die aufschiebende Wirkung erteilt und das beschleunigte Verfahren angeordnet. Der Tunnelbau kann also nicht sofort beginnen. Eine Einsprache gegen diesen Gerichtsentscheid wird zurzeit geprüft.
Planung Abschnitt Rheinstrasse wird aktualisiert
Parallel zu den Arbeiten an der neuen Strasse ist auch die Planung für den ebenfalls zum Projekt gehörenden Abschnitt Rheinstrasse wieder angelaufen. Hier werden zur Zeit die akutellen Anforderungen erfasst und miteinander abgeglichen. So soll, in Kooperation mit den Gemeinden, ein aktualisiertes Projekt entstehen, das die entlastete Rheinstrasse mit einer qualitativ hochwertigen Strassenraumgestaltung und einer Verbesserung für die verbleibenden Verkehrsbedürfnisse gesamthaft aufwertet.
Verkehrsbehinderungen nicht zu vermeiden
Trotz der umfassenden Massnahmen zur Aufrechterhaltung des Verkehrs, inklusive eines speziell dafür errichteten Kreisels im Bereich Hülften, lassen sich Behinderungen nicht vermeiden. Die Bau- und Umweltschutzdirektion empfiehlt den Verkehrsteilnehmern, sich über die anstehende Situation zu informieren, um Wartezeiten nach Möglichkeit zu vermeiden.
>>> Präsentation [PDF]
Jederzeit aktuelle Informationen zur HPL unter www.hpl.bl.ch
BAU- UND UMWELTSCHUTZDIREKTION, Kommunikation
Für Rückfragen:
Rudolf Büchler, Tiefbauamt, Projektleiter HPL, Tel. 061 552 54 84
Liestal, 02. September 2009