Was ändert sich?
Schülerinnen und Schüler werden ihre Lernfortschritte in vier Leistungschecks aufzeigen. Das Abschlusszertifikat am Ende der Sekundarschule I setzt sich aus mehreren Teilen zusammen, wird aussagekräftig und innerhalb der Nordwestschweiz vergleichbar.
Chancen:
- | Alle Beteiligten und Betroffenen erhalten viermal während einer Schullaufbahn vergleichbare Informationen über die aktuellen Leistungskompetenzen in den Fachbereichen Deutsch, Französisch, Englisch, Mathematik und Naturwissenschaften. |
- | Leistungschecks und Schulabschlüsse sind in den vier Kantonen der Nordwestschweiz vergleichbar. Dies erleichtert Schulwechsel und dient den Lehrbetrieben in der Wirtschaft. |
- | Die Qualitätssicherung dient Schülerinnen, Schülern und Lehrpersonen. |
- | Die gesamtschweizerisch festgelegten Bildungsstandards sind mess- und prüfbar. |
Mit dem Beitritt zum HarmoS-Konkordat verpflichtet sich der Kanton Basel-Landschaft, mit seinen Schülerinnen und Schülern bestimmte Bildungsstandards zu erreichen. Die Standards sind vorgegeben von der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK). Sie werden verdeutlicht im Lehrplan 21(Link). Dieser ist die Messlatte dafür, was Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Fachbereichen zu einem bestimmten Zeitpunkt wissen und können müssen. Die kantonalen Erziehungsdepartemente überprüfen, ob diese Ziele auch erreicht werden. Diese Qualitätssicherung hat zum Ziel, möglichst allen Schülerinnen und Schülern einen Abschluss der Sekundarstufe II zu ermöglichen.
Vier Checks, flächendeckende Durchführung
Die vier Kantone des Bildungsraums Nordwestschweiz – Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Aargau und Solothurn – haben ihr System der Leistungsmessung gemeinsam erarbeitet. Im Zentrum stehen vier Leistungschecks und ein aussagekräftiges Abschlusszertifikat.
Die Leistungschecks, welche die üblichen Instrumente wie Prüfungen der Lehrerinnen und Lehrer ergänzen, zeigen den Lernfortschritt der Schülerinnen und Schüler auf und dienen der individuellen Förderung. Beim Übertritt in die Sekundarstufen I und II und bei der Berufswahl sind sie eine wertvolle Orientierungshilfe. Zugleich dienen sie der Qualitätssicherung und weiteren Entwicklung des Unterrichts und der Schule. Sie werden durchgeführt am Anfang der 2. und der 6. Primarklasse sowie am Ende der 8. und der 9. Klasse. Geprüft werden die Fachbereiche Deutsch, Fremdsprachen, Mathematik und Naturwissenschaften. Der Check in der 6. Klasse hat orientierenden Charakter für den Übertritt in die Sekundarstufe I. Der Check der 8. Klasse ist ein wichtiger Bestandteil zur Orientierung bei der Berufswahl und Lehrstellensuche.
Abschlusszertifikat gibt umfassendes Bild
Das in der Nordwestschweiz einheitliche Abschlusszertifikat setzt sich zusammen aus mehreren Teilen: den Checks der 8. und 9. Klasse, zwei Semesterzeugnissen sowie einer Projektarbeit. Ein neues Punktesystem macht die Schülerleistungen der Sekundarklassen A, E und P vergleichbar. Der hohe Informationsgehalt des Abschlusszertifikats und die einfache Lesbarkeit kommen den Abnehmern zu Gute: künftigen Lehrmeistern und weiterführenden Schulen.

Mandatsleiter «Leistungsmessung/Abschlusszertifikat»:
Niggi Thurnherr, 061 552 59 77, niggi.thurnherr@bl.ch
Mehr zum Thema:
Abschlusszertifikat 8.-9. Klasse (4. April 2011)
Bildungsraum Nordwestschweiz (11. Mai 2011)
Bildungsmonitoring (11. Mai 2011)