Was ändert sich?
Französisch wird ab Schuljahr 2012 in der 3. Primar- und Englisch ab 2014 in der 5. Primarklasse unterrichtet.
Chancen:
Das frühe Erlernen des Wortschatzes und von grammatikalischen Regeln in der Erstsprache sowie in Fremdsprachen fällt Kindern aufgrund der Hirnentwicklung grundsätzlich leichter, je intensiver, desto schneller. Die akzentfreie Aussprache erlernen die meisten Kinder bevor sie fünf Jahre alt werden; bis zum 10. Lebensjahr bleibt diese Fähigkeit hoch. Diese frühe Sprachkompetenz erleichtert es Schülerinnen und Schülern, in eine globalisierte Welt hineinzuwachsen. Sie verbessert ihre persönlichen und beruflichen Chancen.
Die Kinder beginnen ihren Französisch-Unterricht in der dritten Klasse leicht und spielerisch. Das neue Lehrmittel "Milles feuilles" vermittelt ihnen die Freude am Kommunizieren in einer Fremdsprache. Die Art des Lernens ist ganz auf das Primarschul-Alter zugeschnitten. Die Schülerinnen und Schüler kommen vielfältig in Berührung mit ihrem neuen Sprachschatz: Sie lesen, hören, schreiben, sprechen, singen, bewegen sich und lernen, wo es möglich ist, individuell direkt am Computer. Sie werden dazu ermuntert, oft und entspannt zu sprechen. Dank dieser Motivation werden sie ihre Fertigkeiten weiter entwickeln. In der 5. Klasse entdecken sie die zweite Fremdsprache Englisch – mit dem neuen Lehrmittel "New World".
Die "Didaktik der Mehrsprachigkeit" stellt Verbindungen her zwischen den verschiedenen Sprachen Deutsch, Französisch und Englisch. Sie bezieht auch die unterschiedlichen Herkunftssprachen der Kinder mit ein. Die Kinder lernen, über Sprachen und Kulturen nachzudenken und entdecken Zusammenhänge. Der Unterricht erfolgt nach dem neuen Lehrplan "Passepartout". In der Sekundarschule wird der Fremdsprachenunterricht auf dem Erlernten aufbauen.
Schülerinnen und Schüler, welche 2010 in die 1. Primarklasse eingetreten sind, werden die ersten sein, die in der 3. Klasse Französisch und ab der 5. Klasse Englisch lernen. Sie werden auch als erste eine 6. Primarklasse absolvieren und erst anschliessend in die dreijährige Sekundarschule übertreten.
Passepartout: Sechskantonale Synergien
Gemeinsam mit den Kantonen Basel-Stadt, Solothurn, Bern, Freiburg und Wallis erarbeiteten die Baselbieter Projektverantwortlichen das Konzept für das frühe Erlernen der beiden Fremdsprachen. Unter der Bezeichnung "Passepartout" schufen sie den neuen Lehrplan für den Französisch- und Englischunterricht und entwickelten in Zusammenarbeit mit den Lehrmittelverlagen neue Lehrmittel.
Lehrpersonen, welche an der Primarschule Fremdsprachen unterrichten, erwerben nun die erforderlichen sprachlichen und methodisch-didaktischen Fähigkeiten und machen sich mit den neuen Lehrmitteln vertraut.
Mandatsleiter «Fremdsprachen»:
Stephan Zürcher, 061 552 59 89, stephan.zuercher@bl.ch
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