• 2006 - Das Schweizer Stimmvolk heisst den revidierten Bildungsartikel in der Bundesverfassung gut. Die Kantone haben nun die Verpflichtung, wichtige Rahmenvorgaben des Bildungswesens national einheitlich zu regeln.
  • 2006 - Die Kantone BL, BS, BE, FR, SO und VS beschliessen, das Frühe Sprachenlernen gemeinsam umzusetzen. Das Projekt "Passepartout" entsteht.
  • 2007- Die 26 kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren verabschieden einstimmig das HarmoS-Konkordat zuhanden der kantonalen Beitrittsverfahren verabschiedet.
  • 2007 - Die 26 kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren verabschieden einstimmig das Konkordat Sonderpädagogik.
  • August 2009 - Das HarmoS-Konkordat tritt in Kraft.
  • Dezember 2009 - Regierungsvereinbarung zwischen den Kantonen Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Aargau und Solothurn für die Zusammenarbeit im Bildungsraum Nordwestschweiz.
  • Juni 2010 - Landrat beschliesst Beitritt zum HarmoS-Konkordat, zum Konkordat Sonderpädagogik und zum Bildungsraum Nordwestschweiz
  • September 2010 - Baselbieter Bevölkerung stimmt Beitritt zum HarmoS-Konkordat, zum Konkordat Sonderpädagogik und zum Bildungsraum Nordwestschweiz zu
  • Oktober 2010 - Die Erarbeitung des Lehrplans 21 startet
  • Januar 2011 - Das Projektdesign Bildungsharmonisierung BL ist erstellt
  • Februar 2011 - Workshops zur Information und zur Beteiligung der Anspruchsgruppen finden statt
  • März 2011 - Bildungsrat beschliesst Einführung des Frühen Sprachenlernens auf das Schuljahr 12/13
  • Herbst 2011 - Weiterbildung Lehrerinnen und Lehrer für Französischunterricht ab 3. Klasse
  • August 2012 - Zum ersten Mal: Französischunterricht in den 3. Klassen
  • August 2012 - Zum ersten Mal: Der Kindergartenbesuch dauert 2 Jahre
  • August 2013 - Umsetzung der Integrativen Schule
  • August 2014 - Zum ersten Mal: Englischunterricht in den 5. Klassen
  • August 2014 - Zum ersten Mal: Das Gymnasium dauert 4 Jahre
  • August 2014 - Der neue Lehrplan 21 ist fertig gestellt und liegt vor. Er wird auf das Schuljahr 15/16 eingeführt
  • August 2015 - Zum ersten Mal: Die 6. Klasse findet in der Primarschule statt
  • August 2015 - Zum ersten Mal: Der neue Lehrplan 21 wird eingeführt
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Was ändert sich?
Französisch wird ab Schuljahr 2012 in der 3. Primar- und Englisch ab 2014 in der 5. Primarklasse unterrichtet.
 
Chancen:
Das frühe Erlernen des Wortschatzes und von grammatikalischen Regeln in der Erstsprache sowie in Fremdsprachen fällt Kindern aufgrund der Hirnentwicklung grundsätzlich leichter, je intensiver, desto schneller. Die akzentfreie Aussprache erlernen die meisten Kinder bevor sie fünf Jahre alt werden; bis zum 10. Lebensjahr bleibt diese Fähigkeit hoch. Diese  frühe Sprachkompetenz erleichtert es Schülerinnen und Schülern, in eine globalisierte Welt hineinzuwachsen. Sie verbessert ihre persönlichen und beruflichen Chancen.

 
Die Kinder beginnen ihren Französisch-Unterricht in der dritten Klasse leicht und spielerisch. Das  neue Lehrmittel "Milles feuilles" vermittelt ihnen die Freude am Kommunizieren in einer Fremdsprache. Die Art des Lernens ist ganz auf das Primarschul-Alter zugeschnitten. Die Schülerinnen und Schüler kommen vielfältig in Berührung mit ihrem neuen Sprachschatz: Sie lesen, hören, schreiben, sprechen, singen, bewegen sich und lernen, wo es möglich ist, individuell direkt am Computer. Sie werden dazu ermuntert, oft und entspannt zu sprechen. Dank dieser Motivation werden sie ihre Fertigkeiten weiter entwickeln. In der 5. Klasse entdecken sie die zweite Fremdsprache Englisch – mit dem neuen Lehrmittel "New World".

 
Die "Didaktik der Mehrsprachigkeit" stellt Verbindungen her zwischen den verschiedenen Sprachen Deutsch, Französisch und Englisch. Sie bezieht auch die unterschiedlichen Herkunftssprachen der Kinder mit ein. Die Kinder lernen, über Sprachen und Kulturen nachzudenken und entdecken Zusammenhänge. Der Unterricht erfolgt nach dem neuen Lehrplan "Passepartout". In der Sekundarschule wird der Fremdsprachenunterricht auf dem Erlernten aufbauen.

 
Schülerinnen und Schüler, welche 2010 in die 1. Primarklasse eingetreten sind, werden die ersten sein, die in der 3. Klasse Französisch und ab der 5. Klasse Englisch lernen. Sie werden auch als erste eine 6. Primarklasse absolvieren und erst anschliessend in die dreijährige Sekundarschule übertreten.

 
Passepartout: Sechskantonale Synergien

 
Gemeinsam mit den Kantonen Basel-Stadt, Solothurn, Bern, Freiburg und Wallis erarbeiteten die Baselbieter Projektverantwortlichen das Konzept für das frühe Erlernen der beiden Fremdsprachen. Unter der Bezeichnung "Passepartout" schufen sie den neuen Lehrplan für den Französisch- und Englischunterricht und entwickelten in Zusammenarbeit mit den Lehrmittelverlagen neue Lehrmittel.

 
Lehrpersonen, welche an der Primarschule Fremdsprachen unterrichten, erwerben nun die erforderlichen sprachlichen und methodisch-didaktischen Fähigkeiten und machen sich mit den neuen Lehrmitteln vertraut. 

 

 

 

Mandatsleiter «Fremdsprachen»:

Stephan Zürcher, 061 552 59 89, stephan.zuercherbl.ch 

 

 

Mehr zum Thema:
 
Landratsvorlage Beitritt Harmos-Konkordat (1. Dezember 2009)
Landratsvorlage Gesamtsprachenkonzept (18. Mai 2011)
 

Funktionsbezogene Fortbildungen  (11. Mai 2011) 
 
Passepartout. Fremdsprachen an der Volksschule (11. Mai 2011) 

Allgemeine Informationen der EDK zum Sprachenunterricht (11. Mai 2011) 

Fragen und Antworten zu Harmos (11. Mai 2011) 

Schweizerischer Nationalfonds, Nationales Forschungsprogramm "Sprachenvielfalt und Sprachkompetenz in der Schweiz" (11. Mai 2011) 

Frühenglisch führt zu besseren Französischkenntnissen (7. April 2009)

Antworten auf Grundlagenfragen aus der BKSK (25. August 2011)