Elektronische Langzeitarchivierung

Die Überlieferung von digitalem Kulturgut stellt eine Herausforderung dar. Informationsverlust im digitalen Umfeld hat verschiedene Ebenen und Ursachen:

 

- vergängliche Datenträger und obsolete Lesegeräte

- Vielfalt der Dateiformate

- Metadaten 

- Organisation und Finanzierung

 

Beim Aufbau der Organisation und Infrastruktur zur langfristigen Überlieferung von digitalen Unterlagen orientiert sich das Staatsarchiv am OAIS-Model (Reference Model For An Open Archival Information System).

 

Ein Kernelement bildet dabei das Migrationsprinzip: Damit Archivgut auch in 10, 20 oder 50 Jahren gelesen und verstanden werden kann, sind gezielte Veränderungen am Original notwendig. Das Original wird aber nicht gelöscht, sondern bleibt erhalten.

 

Zur Reduktion des Aufwandes solcher Migrationen wird die Anzahl der vom Staatsarchiv unterstützter Dateiformate auf einige wenige eingeschränkt. Dabei orientieren wir uns an den Vorgaben des schweizerischen Bundesarchivs.

 

- Liste archivtauglicher Dateiformate des Bundesarchivs

 

 

Die Koordinationsstelle für die dauerhafte Archivierung elektronischer Unterlagen (KOST) hat in einem Grundsatzpapier festgehalten, welche Mindestanforderungen erfüllt sein müssen, damit von "digitaler Archivierung" gesprochen werden kann.

 

- Minimalanforderungen an die digitale Archivierung

 

Erfahrungsbericht über das Zusammenspiel des Langzeitarchivs SILO1 mit dem Archivverzeichnungssystem CMISTAR (CM Informatik AG / August 2012) [PDF]