Polizeimeldung vom 12. Dezember 2005 | |
Birsfelden/Autobahn A2: Spektakulärer Unfall sorgt für Verkehrschaos auf der Autobahn A2; Mutmasslicher Verursacher beging Fahrerflucht
Ein spektakulärer Verkehrsunfall, in welchen insgesamt zwei Sattelschlepper sowie vier Personenwagen verwickelt waren, brachte am Montag morgen, 12. Dezember 2005, den Verkehr auf der Autobahn A2 in Fahrtrichtung Bern/Luzern praktisch zum Erliegen. Die Staulänge betrug zeitweise über 15 Kilometer und reicht bis acht Kilometer über die Grenze nach Deutschland. Eine Person wurde verletzt.
Der Unfall auf der Autobahn A2 ereignete sich um 07.42 Uhr auf der Birsbrücke in Fahrtrichtung Bern/Luzern. Bei diesem dreispurigen Streckenabschnitt von Basel bis zur Verzweigung Augst handelt es sich übrigens um den schweizweit meistbefahrensten Autobahnabschnitt.
Ausgangspunkt war ein riskantes Manöver einer Lenkerin oder eines Lenkers eines blauen Renault Mégane. Dieses Fahrzeug fuhr auf der linken Spur von Basel her und drängte im letzten Moment nach rechts in Richtung der Ausfahrt Richtung H18 (Basel-Süd/Delémont). Weil in dieser Ausfahrt zu diesem Zeitpunkt stockender Kolonnenverkehr herrschte, musste der blaue Renault Mégane auf der mittlerer Fahrspur stark abbremsen. Als Folge davon musste ein erster Sattelschlepper mit spanischen Kontrollschildern stark abbremsen. Ein zweiter, dahinter fahrender Sattelschlepper (mit Schweizer Nummernschildern) prallte daraufhin von hinten auf den ersten Sattelschlepper und wurde nach links abgedrängt. Dort wurde zunächst ein Personenwagen zwischen Sattelschlepper und Leitplanke eingeklemmt und dahinter prallten drei weitere Personenwagen ineinander.
Der Chauffeur des zweiten Sattelschleppers musste mit Verletzungen ins Spital eingeliefert werden. Ein Sattelschlepper sowie drei Personenwagen erlitten mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Totalschaden und mussten abgeschleppt werden. Der entstandene Sachschaden dürfte über 100 000 Franken betragen.
Die Polizei Basel-Landschaft sucht nun dringend nach dem blauen Renault Mégane mit unbekannten Kontrollschildern. Dieses Fahrzeug dürfte unbeschädigt sein und verliess, ohne sich um die Situation zu kümmern, die Autobahn A2 um ca. 07.45 Uhr in Richtung H18 (Basel-Süd/Delémont). Sachdienliche Hinweise zu diesem Fahrzeug sind zu richten an die Alarmzentrale der Polizei Basel-Landschaft, Telefon 061 926 35 35.
Wegen dieses spektakulären Unfalles und den damit verbundenen schwierigen Bergungs- und Aufräumarbeiten blieben auf der Autobahn A2 in Fahrtrichtung Bern/Luzern zwei der drei Fahrspuren bis kurz vor 09.30 Uhr komplett gesperrt.
Die Konsequenz war ein riesiger Rückstau in Fahrtrichtung Süden. Die Staulänge betrug phasenweise über 15 Kilometer und das Stauende lag in Deutschland. Die Schweizer Grenzwache hielt den Verkehr auf deutschem Territorium vorübergehend an, um den Verkehrsabschluss in Fahrtrichtung Schweiz zumindest einigermassen zu gewährleisten. Entsprechend schwierig waren die Verkehrsverhältnisse auch im Bereich von anderen Grenzübergängen. Ab ca. 10.00 Uhr normalisierte sich die Situation langsam wieder.
Im Einsatz standen rund 25 Rettungskräfte der Berufsfeuerwehr Basel, der Polizei Basel-Landschaft sowie der Sanität Basel.
Für Rückfragen:
Meinrad Stöcklin, Mediensprecher Polizei Basel-Landschaft, Telefon 061 926 30 60
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