Polizeimeldung vom 31. August 2005 | |
Liestal: Serie von Tierquälereien in der Nordwestschweiz: Aktueller Stand
Die Serie von Tierquälereien in der Nordwestschweiz scheint für den Moment gestoppt - von der Täterschaft fehlt allerdings weiterhin jede Spur. Da es in den vergangenen acht Tagen in den Kantonen Aargau, Basel-Landschaft und Solothurn keinen neuen Fall mehr zu verzeichnen gab, bleibt es bei 46 vergleichbaren Fällen in den vergangenen rund 15 Wochen.
Ob der Fall von letzter Woche im Kanton Neuchâtel oder der am vergangenen Montag, 29. August 2005, aus dem Kanton Bern (Trub) bekannt gewordene Fall in einem direkten Zusammenhang stehen mit der Serie in der Nordwestschweiz, ist offen.
Per dato gab es innert den vergangenen rund 15 Wochen (seit dem Wochenende 22./23. Mai 2005) in den Kantonen AG, BL und SO 46 vergleichbare Fälle. Aufgeteilt nach Kantonen ereigneten sich 12 der total 46 Fälle im Kanton Aargau, 24 Fälle im Kanton Basel-Landschaft und 10 Fälle im Kanton Solothurn. Aus ermittlungstaktischen Gründen und zum Schutz der Betroffenen ist eine detaillierte Auflistung nach Orten und Daten weiterhin nicht möglich. Betroffen waren mehrheitlich Kühe sowie mehrere Pferde, Ziegen, Schafe, Katzen und Kaninchen.
Über den aktuellen Stand der Ermittlungen können aus ermittlungstaktischen Gründen nach wie vor keine Angaben gemacht werden.
Generell gelten die Informationen, welche auf der speziellen Homepage www.bl.ch/tierfolter nachlesbar sind. Seit Wochen beschäftigen sich in den Polizeikorps der involvierten Kantone mehrere Personen praktisch rund um die Uhr mit grösstmöglicher Intensität mit dieser emotionsgeladenen Serie von Tierquälereien. Allein bei der Polizei Basel-Landschaft wurden eigens für diese Ermittlungen bislang gegen 8000 Arbeitsstunden geleistet. Die Polizei Basel-Landschaft wurde dabei auf ihrem Kantonsgebiet durch die Kantonspolizei Basel-Stadt sowie das Grenzwachtkorps Basel personell unterstützt. Genaue Zahlen können zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genannt werden.
Bezüglich der Täterschaft gibt es nach wie vor keine konkreten Hinweise. Es kam zu keinen weiteren Anhaltungen von Personen.
Die Polizei bittet im Zusammenhang mit diesen Ereignissen weiterhin um erhöhte Sensibilität und Aufmerksamkeit sowie um spezielle Beobachtung der Tiere. Offensichtliche Tierquälereien sowie andere verdächtige Beobachtungen bezüglich Personen, Fahrzeugen etc. sind umgehend an die Polizei zu melden, allenfalls direkt via Notruf 117 oder 112.
Die Belohnung, welche für Hinweise, die letztlich zur Anhaltung der Täterschaft führen, beläuft sich weiterhin auf 26'000 Franken (Stichtag heute Mittwoch, 31. August 2005, 10.00 Uhr). Dieser Betrag setzt sich derzeit wie folgt zusammen: Je 5000 Franken durch die Justiz-, Polizei- und Militärdirektion (JPMD) des Kantons Basel-Landschaft sowie durch den Schweizerischen Tierschutz, 3900 Franken durch den Bauernverband beider Basel, 12'100 Franken durch Privatpersonen.
Für Rückfragen:
Meinrad Stöcklin, Mediensprecher Polizei Basel-Landschaft, Tel. 061 926 30 60
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