Übersicht Polizeimeldungen

Polizeimeldung vom 3. Januar 2005

Eptingen: Reisebus im Belchen-Tunnel in Brand geraten / 58 Personen evakuiert / Autobahn A2 für über zweieinhalb Stunden komplett gesperrt / Kilometerlange Staus


Glück im Unglück hatten die 56 Passagiere sowie zwei Chauffeure eines Reisecars aus Deutschland, der in einen Skiort unterwegs war und am Sonntagvormittag, 2. Januar 2005, im Belchentunnel der Autobahn A2 in Fahrtrichtung Bern/Luzern in Brand geriet. Verletzt wurde niemand, im Einsatz standen rund 80 Rettungskräfte. Der Belchentunnel blieb zwischen 09.56 Uhr und 12.40 Uhr komplett gesperrt, es entstanden auf beiden Seiten Rückstaus von jeweils über zehn Kilometern.


Die entsprechende Meldung war um 09.56 Uhr eingegangen. Im ersten Drittel des 3,2 Kilometer langen und richtungsgetrennten Tunnels stellten die beiden Chauffeure eine starke Rauchentwicklung im Motorenbereich des Reisebusses fest, brachten das Fahrzeug zum Stillstand, ergriffen an den Tunnelwänden montierte Feuerlöscher und bekämpften den Motorenbrand vorbildlich.


Der Belchentunnel wurde durch die Polizei Basel-Landschaft per sofort in beiden Richtungen komplett gesperrt und die aufgebotenen Stützpunkt-Feuerwehren von Sissach BL und Olten SO betraten den Tunnel aus beiden Richtungen.


Die Brandsituation war dank der vorbildlichen Reaktion der beiden Chauffeure sowie des raschen Einsatzes der Rettungskräfte rasch unter Kontrolle. Die 56 Passagiere blieben ruhig, konnten den Bus unverletzt aus eigener Kraft verlassen und kamen mit dem Schrecken davon. Sie wurden aus dem Tunnel evakuiert und mit zwei aufgebotenen Reisecars in den Kanton Basel-Landschaft zurück gefahren. Dort erfolgte im Verlauf des Tages der Umstieg in ein Ersatzfahrzeug und anschliessend die Weiterfahrt an das Reiseziel.


Der entstandene Sachschaden kann noch nicht abschliessend beziffert werden; hingegen wurden die Tunneleinrichtungen nur geringfügig beschädigt.


Die Autobahn A2 blieb im Bereich des Belchentunnels ab 09.56 Uhr bis um 12.40 Uhr in beiden Fahrtrichtungen für über zweieinhalb Stunden komplett gesperrt. Während der Sperrung kam es auf der Autobahn A2 in beiden Richtungen zu über zehn Kilometer langen Rückstaus und entsprechenden Wartezeiten.


Im Einsatz standen rund 80 Rettungskräfte. Im Detail waren dies: Stützpunkt-Feuerwehr Sissach (30 Personen/7 Fahrzeuge), Stützpunkt-Feuerwehr Olten (21 Personen/4 Fahrzeuge), die Sanitäten Liestal und Basel mit insgesamt zwei Fahrzeugen und vier Personen, die Polizei Basel-Landschaft (16 Personen/9 Fahrzeuge), die Polizei Kanton Solothurn (2 Personen/1 Fahrzeug), das Amt für Militär und Bevölkerungsschutz (5 Personen/2 Fahrzeuge) sowie zahlreiche Fachkräfte und Fahrzeuge von Abschleppdiensten. Die genaue Brandursache ist noch nicht geklärt und Gegenstand von Untersuchungen.


Für Rückfragen:
Meinrad Stöcklin, Mediensprecher Polizei Basel-Landschaft, telefonisch erreichbar via Alarmzentrale Liestal, Telefon 061 926 35 35



 

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