Polizeimeldung vom 22. Juni 2005 | |
Hemmiken BL/Möhlin AG: Die Tierquälereien gehen weiter - neue Fälle in Hemmiken BL und im Fricktal (AG) Polizei sucht konkret ein verdächtiges Fahrzeug - Belohnung über 6000 Franken
Die Serie von Tierquälereien in der Region Nordwestschweiz reisst nicht ab (siehe auch Medienmitteilung 336/2005 vom Montag, 13. Juni 2005). In der Oberbaselbieter Gemeinde Hemmiken BL ist in der Nacht auf Dienstag, 21. Juni 2005, eine zehnjährige Kuh misshandelt worden, zudem gab es in den Fricktaler Gemeinden Gipf-Oberfrick und Möhlin AG ebenfalls zwei Fälle, bei welchen ebenfalls jeweils eine Kuh misshandelt wurde (siehe Chronologie). Die Polizei Basel-Landschaft hat erste Spuren und fahndet explizit nach einem auffälligen Fahrzeug. Die Belohnung, welche für Hinweise, die zur Ergreifung der Täterschaft führen, wurde zwischenzeitlich von privater Seite spontan von 5000 auf 6100 Franken erhöht.
Auf einer Weide in Hemmiken BL, beim Hofgut Junkerschloss, ist zwischen Montag abend, 20. Juni 2005, 21.00 Uhr, und Dienstag, 21. Juni 2005, 06.00 Uhr, eine zehnjährige Redholstein-Kuh misshandelt worden. Dem Tier wurde mit einem spitzen/scharfen Gegenstand am Euter ein Schnitt an der vorderen linken Zitze zugefügt. Das Tier musste tierärztlich versorgt werden, ist aber soweit wohlauf. Die Milchvene blieb unverletzt. Die betroffene Kuh namens Comtesse hatte sich mit rund 20 anderen Artgenossinnen auf der Weide befunden. Die Weide, wo am 12. Juni 2005 bereits eine Kuh verletzt worden war, liegt rund 400 Meter südöstlich des Tatortes dieser Woche entfernt.
Bezüglich der Täterschaft gibt es nach wie vor keine konkreten Hinweise. Ermittelt wird nach wie vor in sämtliche Richtungen sowie auf mehreren Ebenen. Hingegen sucht die Polizei Basel-Landschaft konkret das folgende Fahrzeug. Gesucht wird: Ein Personenwagen des Typs Wartburg-Kombi mit vermutlich deutschen Kontrollschildern, beginnend mit ASL-…, die Ziffern nach der Schrift ASL (für Aschersleben) sind unbekannt. Fahrzeuge dieses Typs stammen aus der ehemaligen DDR und galten damals als eine Art "Luxus-Trabi".
Die Polizei hat auf Grund der bisherigen Erkenntnisse und Ermittlungen Grund zur Annahme, dass dieses Fahrzeug in engem Zusammenhang mit den bisher begangenen Tierquälereien steht. Es ist möglich, dass sich dieses Fahrzeug irgendwo in der Region Nordwestschweiz befindet, allenfalls auch an abgelegenden Orten (z.B. an einem Waldrand). Wer ein solches Fahrzeug gesehen hat, Angaben über den Aufenthalt dieses Fahrzeuges machen kann oder anderweitige verdächtige Beobachtungen gemacht hat, ist gebeten, sich mit der Polizei Basel-Landschaft in Verbindung zu setzen, Telefon 061 926 35 35, oder sich an den nächsten Polizeiposten zu wenden.
Für Hinweise, welche letztlich zur Anhaltung der Täterschaft führen, ist eine Belohnung in der Höhe von 6100 Franken ausgesetzt worden. Privatpersonen haben den ursprünglich von der Justiz-, Polizei- und Militärdirektion (JPMD) des Kantons Basel-Landschaft gesprochenen Betrag von 5000 Franken auf die 6100 Franken erhöht.
Chronologie der Ereignisse in diesem Zusammenhang:
22./23.5., 10 - 12 h | Nenzlingen BL | Stute misshandelt, siehe Meldung vom 30.5.05 |
26.5., nachmittags | Zullwil SO | Stute misshandelt, siehe www.polizei.so.ch, Meldung vom 3.6.05 |
30.5., nachmittags | Zullwil SO | Hengst misshandelt, ist gestorben, siehe www.polizei.so.ch, Meldung vom 3.6.05 |
3.6., 09 - 17 h | Schönenbuch BL | Kuh misshandelt, siehe Meldung vom 7.6.05 |
11./12.6., 19 - 12 h | Bottmingen BL | Katze misshandelt/getötet, siehe Meldung vom 13.6.05 |
12.6., 11- 16.30 h | Hemmiken BL | Kuh misshandelt, siehe Meldung vom13.6.05 |
11./12.6., 19 - 05 h | Möhlin AG | Bäumlihof, einer Kuh auf einer Weide mit spitzem Gegenstand eine Stichwunde im rechten Schulterbereich zugefügt |
16.6., 09 - 16.30 h | Gipf-Oberfrick AG | Rintalhof / mit scharfem Gegenstand an einer weidenden Kuh den unteren Teil der Schwanzquaste abgeschnitten und mitgenommen |
20./21.6., 21 - 06 h | Hemmiken BL | Kuh misshandelt, Details siehe 1. Teil dieser Meldung |
Die Polizei Basel-Landschaft bittet im Zusammenhang mit diesen Ereignissen nochmals um erhöhte Sensibilität und Aufmerksamkeit sowie um spezielle Beobachtung der Tiere. Verdächtige Beobachtungen bezüglich Personen, Fahrzeugen etc. sind umgehend an die Polizei zu melden, allenfalls direkt via Notruf 117 oder 112.
Für Rückfragen:
Meinrad Stöcklin, Mediensprecher Polizei Basel-Landschaft, Telefon 061 926 30 60
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