3. Generelles Vorgehen


> Massnahmenplan Abfallvermeidung || Amt für Umweltschutz und Energie

 

 

Die Arbeiten am 'Massnahmenplan Abfallvermeidung' wurden in BL im Herbst 1994 aufgenommen und dauerten auf der Basis des bewilligten Verpflichtungskredites bis ins Jahr 2000. Gegenüber der ursprünglichen Absicht, einen "Massnahmenplan" im Sinne eines Nachschlagewerkes zu schaffen, ergab sich im Laufe der Arbeiten aufgrund der gewonnenen Erfahrungen eine wesentliche Neuausrichtung. Das Hauptgewicht in BL lag daher bei einer prozessorientierten Erarbeitung konkreter Massnahmen innerhalb von Pilotprojekten, wobei der Einbezug der Direktbetroffenen einen zentralen Stellenwert erhielt.

Ausrichtung
auf Prozesse

Der frühe und umfassende Einbezug der Betroffenen führte zwar oft zu längeren Vorbereitungszeiten und einem gestreckten Zeitplan, gleichzeitig liess sich aber der erforderliche Praxisbezug sicherstellen. Dies wiederum ermöglichte zumindest bei einzelnen Projekten die direkte Weiterverwendung der Resultate oder eine weitgehende Übertragung der Vorgehensstrategie auf ähnliche Institutionen.

Umfassender
Einbezug der
Betroffenen

Neben der Verschiebung bei der Zielsetzung ergab sich auch eine Erweiterung des Blickfeldes von der Abfallvermeidung hin zur Ressourcenschonung und zur Strategie der Nachhaltigkeit.

Ressourcen-
schonung

Diese schrittweise Anpassung des Vorgehens und die Integration neuer Aspekte erfolgte stets in Abstimmung mit der breit abgestützten Begleitkommission, in der die folgenden Stellen vertreten waren
- Parlamente der beiden Basel (Landrat BL und Grosser Rat BS)
- Gemeinden aus BS und BL
- Handelskammer beider Basel
- Wirtschaftskammer der KMU (BL) und Gewerbeverband (BS)
- WWF Sektion Region Basel
- KonsumentInnenforum Region Basel

Begleit-
kommission

Die Mitglieder der Begleitkommission halfen mit, die neuen Denkansätze und das prozesshafte Vorgehen in ihre Organisationen hineinzutragen und so ein breiteres Verständnis für die Zielsetzungen der Abfallvermeidung und Ressourcenschonung zu schaffen. In diesem Sinne stellen die Aktivitäten im Rahmen des Massnahmenplans Abfallvermeidung eine wichtige Vorarbeit für die Bestrebungen zur Förderung der nachhaltigen Entwicklung dar, da anhand konkreter Beispiele die Zusammenhänge zwischen Ressourcenverbrauch, Umweltbelastung und Kosten sichtbar gemacht werden konnten. In Zukunft wird diese neue, konsensorientierte Form der Zusammenarbeit sicher einen höheren Stellenwert gewinnen, da sie innerhalb der Strategie der Nachhaltigkeit ein zentrales Element darstellt.

konsensorientierte
Zusammenarbeit