Polizeimeldung vom 19. Dezember 2003 | |
Liestal/Kanton BL: Über 20 Verkehrsunfälle wegen vereisten Strassen
Im gesamten Kanton Basel-Landschaft herrschten am Freitag morgen, 19. Dezember 2003, prekäre Strassenverhältnisse. Der leichte Regen, welcher um 03.00 Uhr eingesetzt hatte, verwandelte viele Strassen in Eisbahnen. Der Polizei Basel-Landschaft waren bis am Freitag vormittag, 19. Dezember 2003, 09.00 Uhr, insgesamt 23 Verkehrsunfälle mit einer verletzten Person bekannt. In den allermeisten Fällen entstanden Blech- und Sachschäden an Autos und Einrichtungen.
Um 03.01 Uhr wurde zunächst in der Region Liestal leichter Regen registriert. Da zu diesem Zeitpunkt an vielen Orten Temperaturen um oder unter dem Gefrierpunkt herrschten, entstand auf den meisten Strassen im Nu Eisglätte. Bis um 04.00 Uhr war das gesamte Kantonsgebiet vom leichten Regen betroffen. Die Winterdienste wurden sofort aufgeboten und standen im Einsatz, sodass die Strassen bis zum Einsetzen der morgendlichen Pendlerverkehrs mehrheitlich salznass waren.
Die ersten Unfälle wurden um 03.39 Uhr aus Bubendorf und Zwingen gemeldet. In Bubendorf war ein Lenker auf der Oberen Hauensteinstrasse in Richtung Liestal unterwegs, als sein Fahrzeug wegen Eisglätte etwa 50 Meter vor der Bahnstation Talhaus ins Schleudern geriet, die Gegenfahrbahn überquerte, in ein Bahnsignal prallte und schliesslich auf dem Parkplatz des dortigen Restaurants zum Stillstand kam. Der entstandene Sachschaden beträgt mehrere 10000 Franken.
In Zwingen kam ein Fahrzeuglenker auf der Baselstrasse in Fahrtrichtung Laufen wegen der Eisglätte von der Fahrbahn ab, kollidierte mit zwei am linken Strassenrand parkierten Occasionsautos und kam im Wiesland zum Stillstand. Ein nachfolgender Fahrzeuglenker geriet im gleichen Stil ins Schleudern und prallte ebenfalls in die Occasionsfahrzeuge. An allen vier involvierten Autos entstand Totalschaden.
Eine verletzte Person forderte ein Schleuderunfall in Bubendorf. Ein PW-Lenker stiess in einen Abschleppwagen, der im Einsatz stand. Verletzt wurde der Lenker des Abschleppwagens.
Um 03.50 Uhr krachte es auf der Autobahn A2 unmittelbar nach der Verzweigung A2/A3 in Fahrtrichtung Bern/Luzern bei Giebenach. Ein 19-jähriger Mann geriet mit seinem Fahrzeug wegen Eisglätte und übersetzter Geschwindigkeit ins Schleudern, kollidierte mit der Leitplanke und kam nach einer Schleuderfahrt von rund 140 Metern am erhöhten linken Wiesenbord zum Stillstand. Verletzt wurde glücklicherweise niemand, der Lenker hatte keinen gültigen Führerausweis und war alkoholisiert. Die Verkehrsbehinderung wegen den Bergungarbeiten dauerte bis um 05.30 Uhr.
Eine Viertelstunde später, um 04.04 Uhr, stiessen unweit davon, allerdings nach der Verzweigung in Fahrtrichtung Zürich, zwei Personenwagen zusammen. Ein erstes Auto war wegen der Eisglätte ins Schleudern geraten und in der Mitte der beiden Fahrbahnen stehen geblieben, ein zweites Fahrzeug prallte darauf auf. Alle beteiligten Personen blieben unverletzt.
Weitere Unfälle gab es in den Minuten darauf bei der Einfahrt St. Jakob auf die A2 in Richtung Bern/Luzern, auf der Hauptstrasse Zunzgen - Tenniken (Auto touchierte Strassenlampe), erneut in Bubendorf (Personenwagen rutschte in ein parkiertes Auto), im Gebiet Lausen (mehrere kleinere Rutschunfälle), in Sissach (Personenwagen fuhr gegen eine Strassenlampe, der Lenker wurde am Kinn leicht verletzt), in Bretzwil (Auto rutschte in Strassenlampe), auf der Strecke Gelterkinden - Rünenberg (Auto kam von der Fahrbahn ab), Liestal (Personenwagen rutschte in ein parkiertes Auto), Therwil (Kollision mit dem Strassenbord, Lenker leicht an einer Hand und im Gesicht verletzt), nochmals Therwil (Personenwagen rutschte in ein parkiertes Auto), im Gebiet Niederdorf (mehrere kleinere Rutschunfälle zwischen Niederdorf und Bennwil), in Muttenz (Selbstunfall), in Reinach (Selbstunfall, Mauer touchiert) sowie nochmals in Zunzgen (Kollision mit Gartenhag).
Die gesamthaft entstandene Schadenhöhe kann nicht beziffert werden.
Für Rückfragen:
Meinrad Stöcklin, Mediensprecher Polizei Basel-Landschaft, Telefon 061 926 30 60
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