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Familienarchiv von Blarer neu im Staatsarchiv Baselland deponiert
Passend zum 175-jährigen Jubiläum des Kantons Basel-Landschaft übergab kürzlich Christoph von Blarer, dessen Urgrossvater Anton von Blarer zu den Revolutionären und Politikern von 1833 gehörte, das Familienarchiv dem Staatsarchiv Baselland in Obhut. Christoph von Blarer hat das Familienarchiv in den letzten 15 Jahren, zusammen mit den Historikern Peter Hellinger und Daniel Hagmann, systematisch geordnet.
Über 60 Archivschachteln umfasst das Privatarchiv. Darin liegen zahlreiche Dokumente, die einen Blick hinter die Kulissen der Kantonsgründung bieten. Anton von Blarer gehörte zusammen mit seinen Brüdern zu den führenden Köpfen der Trennungsbewegung in den 1830er-Jahren. Das Archiv reicht aber noch viel weiter zurück, bis zur Niederlassung der Familie in Aesch im 16. Jahrhundert. Die Blarers in Aesch stammen von Fürstbischof Jakob Christoph von Blarer ab. Die Familie von Blarer stellte während Jahrhunderten den Vogt von Pfeffingen, war mit wichtigen Adelsfamilien verwandt und zählte Gemeinde-, Regierungs- wie Nationalräte in ihren Reihen.
Im Archiv finden sich Urkunden, Briefe, Testamente, Memoiren und vieles mehr aus fünf Jahrhunderten. Vieles ist noch unerforscht und lädt ein zu einem neugierigen Blick: Wie sah das Leben einer Landadligen um 1800 aus? Was geschah mit all den Wäldern und Reben? Wie schaffte die Familie den Wiederaufstieg nach dem Beinahe-Bankrott im 19. Jahrhundert?
Das Archiv steht zur Benützung auf Anfrage offen.
Weitere Auskünfte erteilen Staatsarchivarin Regula Nebiker (061/026 7676) oder Daniel Hagmann, Betreuer des Privatarchivs von Blarer (061 681 44 54).
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