Verschiedene Medieninformationen aus dem Kanton Basel-Landschaft | |
Flüchtlingstag 2005 Ein Festival mit reichhaltigem Programm
Vom 17. bis 19. Juni begehen Basel-Stadt und Basel-Landschaft zum dritten Mal gemeinsam den nationalen Flüchtlingstag. Dieses Jahr wird auf dem Gundeldingerfeld ein grosses Fest mit Konzerten von International renommierten Künstlern, einem grossen Markt und zahlreichen Workshops und Attraktionen geboten.
Der nationale Flüchtlingstag wurde vor 26 Jahren von der Schweizerischen Flüchtlingshilfe ins Leben gerufen. Er sollte an das Schicksal der vielen Millionen Flüchtlinge und die humanitäre Tradition der Schweiz erinnern. "Asyl ist Menschenrecht3 ist auch die Botschaft des diesjährigen Flüchtlingstags. Er wird heuer zum zweiten Mal gemeinsam mit dem UNHCR international begangen. Das Basler Fest es ist seit der Gründung des Flüchtlingstags der erste grössere Anlass dieser Art in der Schweiz möchte nicht nur auf die Problematik der Flüchtlinge hinweisen, sondern auch auf die zahlreichen, in der Region lebenden Migranten mit ihrem kulturellen Reichtum aufmerksam machen. Das Programm versteht sich deshalb als ein Treffpunkt der Kulturen am multikulturellen Schnittpunkt Gundeldingerfeld. Am Freitagabend wird der Anlass mit einem prominent besetzten Podiumsgespräch zum Thema "Asyl ist Menschenrecht3 eröffnet. Der Samstag bietet ab 10 Uhr ein vielfältiges Programm von Kursen und Workshops für Kinder und Erwachsene, Attraktionen wie ein afrikanischer Wanderzirkus, Märchen in einem original marokkanischen Beduinenzelt oder eine Weltreise der Köstlichkeiten im Restaurant eo ipso. Zu den besonderen Leckerbissen gehören sicher die drei Highlights der Weltmusik Malkit Singh, Sivan Perwer und Mabulu am Samstagabend. Sivan Perwer, die Stimme der Kurden, ist eine lebende Legende und ein Symbol der kurdischen Identität. Im Rucksack eine bewegte Geschichte bereist er heute als Musiker und Botschafter der kurdischen Kultur die ganze Welt und singt von Liebe und Leben, von Krieg und Frieden, von Geschichte und Politik. Seine vibrierende Stimme und die hypnotischen Rhythmen machen jedes Konzert zu einem einzigartigen Erlebnis. Mabulu kommen aus Moçambique, das am 25. Juni den 30. Jahrestag seiner Unabhängigkeit begeht. Der Bürgerkrieg ist zwar seit 13 Jahren beendet, trotzdem gehört Moçambique noch heute zu den ärmsten Ländern dieser Welt. Ungeachtet der schwierigen Umstände hat es die Gruppe Mabulu geschafft, auch auf internationalen Bühnen bekannt zu werden. Mit diesem Jubiläumskonzert erinnern wir an den schwierigen Weg, den so viele Herkunftsländer von Flüchtlingen gehen müssen. Malkit Singh ist der König des indischen Bhangra. Seinen Ruf erlangte er als Musiker und feuriger Sänger im Erfolgsfilm "Bend it like Beckham3, der wie kein anderer Film so viele Menschen mit einer Integrationsgeschichte einer Tochter von indischen Einwanderern in London erreicht hat. Malkit Singh wurde mit diesem Auftritt zum berühmtesten Bhangra-Musiker unter den British-Asians und ist auch in Bollywood nicht mehr wegzudenken. Ebenfalls am Sanstag Abend zeigt das Kino Royal den afrikanischen Kultfilm 3Touki Bouki2 in einer Reedition. Im Anschluss darf zu afrikanischen Rhythmen mit DJ Ben E bis in die Morgenstunden getanzt werden. Den Programmabschluss macht ein asiatischer Familienbrunch mit Gamelanmusik, indischen und philippinischen Tänzen. Umrahmt wird das Fest von einem grossen, internationalen Markt mit über sechzig Ständen in den Winkeln und Gassen des Gundeldingerfelds.
Flüchtlingstag 2005
17. bis 19. Juni, Gundeldingerfeld
Artikel 14.1 der UNO Menschenrechtscharta: Jeder hat das Recht, in anderen Ländern vor Verfolgung Asyl zu suchen und zu geniessen.
Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden.
Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken. Den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen.
Weltweit sind 34 Millionen Menschen auf der Flucht. Die meisten von ihnen in Afrika und Asien.
Flüchtlinge bleiben oft innerhalb des eigenen Landes oder fliehen ins Nachbarland. Verständlicherweise versuchen vor allem diejenigen mit Verwandten oder Bekannten in westlichen Industriestaaten, aus der Unterdrückung oder dem Elend der Flüchtlingslager zu entkommen. Darum braucht es beides: Schutz und Versorgung von Flüchtlingen oder Vertriebenen vor Ort sowie Zugang zu einem fairen Verfahren und solidarische Unterstützung der Menschen, die bis in die Schweiz flüchten.
In der Schweiz lebten im Jahr 2005 vorübergehend 591148 Asylsuchende, das sind 0,8 % der ausländischen Wohnbevölkerung.
Das Asylrecht ist in der Schweiz Gegenstand heftiger Politik.
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