Schlagzeilen

Diverse Medieninfos

Verschiedene Medieninformationen aus dem Kanton Basel-Landschaft

Postsendungen in Baselland: Trittbrettfahrer festgenommen


Am Mittwoch Abend, 17. Oktober 2001, platzte ein Couvert mit einem weissen Pulver in der Briefzentrale Basel. Neben den chemischen Analysen - bei dem Pulver handelte es sich um Mehl - wurde auch umgehend die Polizei Basel-Landschaft eingeschaltet. Sie konnte einen Schweizer festnehmen. Die ersten Befragungen ergaben, dass der Mann als Trittbrettfahrer bei einer staatlichen Institution Druck machen wollte.


Der Mann befindet sich weiterhin in Haft, die Untersuchungen werden vom Statthalteramt Arlesheim in Zusammenarbeit mit der Polizei Basel-Landschaft durchgeführt. Geprüft werden unter anderem Straftatbestände wie "Schreckung der Bevölkerung". Das Schweizerische Strafgesetzbuch sieht hier eine Zuchthausstrafe bis zu 3 Jahren oder Gefängnis vor. Zudem sind für die Verursacher massive Kosten - z.B. für die eingesetzten Dienste (personell und technisch) oder Ausfallentschädigungen für in Mitleidenschaft gezogenen Betriebe zu gewärtigen. Diese Beträge können ohne weiteres sofort mehrere Zehntausend Franken erreichen.


Die Behörden des Kantons Baselland werden mit allen Ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen sogenannte Trittbrettfahrer vorgehen.




Weitere Information: Stand Anzahl "verdächtiger Postsendungen":


Im Kanton Baselland wurden den Behörden bis am 18. Oktober 2001, 15.00 Uhr, 22 Meldungen betreffend verschlossener Couverts von besorgten Einwohnerinnen und Einwohnern übergeben,. Alle Couverts wurden umgehend untersucht, die Befunde waren alle negativ, d.h. es wurden keine Hinweise auf einen Milzbranderreger gefunden.


19 Couverts enthielten:

-

15 Werbesendungen (1 aus New York, 2 aus Hongkong, 3 aus Australien, 9 aus der Schweiz)

-

1 Brief einer sozialen Institution

-

2 persönliche Einladungen aus den USA

-

1 Tabletten

Ausser dem "Tabletten-Brief" waren alle Couverts sofort auch von aussen als harmlos zu erkennen.


Die 3 anderen Postsendungen enthielten pulverähnliche Substanzen, die nun eingehend labortechnisch untersucht werden. Erste Grobanalysen lassen den Schluss zu, dass es sich um harmlose Substanzen handelt.


Für weitere Auskünfte:
Barbara Umiker, Leiterin Informationsdienst Kantonaler Koordinationsstab, Liestal, Telefon 061 / 925 61 65


19. Oktober 2001


Back to Top